Marburg will den Rosenmontagszug 2025 wiederbeleben – doch es fehlen noch Teilnehmer
Marburg will den Rosenmontagszug 2025 wiederbeleben – doch es fehlen noch Teilnehmer
Marburgs Karnevalssaison ist vorbei – doch eine alte Tradition soll wiederaufleben
Die Jecken in Marburg haben ihre Feierlichkeiten beendet, doch bereits jetzt laufen die Vorbereitungen, um einen langjährigen Brauch neu zu beleben: Der Rosenmontagszug, einst fester Bestandteil der hessischen Universitätsstadt, könnte bereits im nächsten Jahr zurückkehren – vorausgesetzt, es melden sich genug Gruppen an. Die Organisatoren haben sich ein Ziel gesetzt: Mindestens 50 registrierte Teilnehmer sollen das Spektakel wieder zum Leben erwecken.
Mit einer offiziellen Zeremonie ging die diesjährige Karnevalssaison in Marburg zu Ende. Dabei wurden die symbolischen Schlüssel zum Rathaus an Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies, Stadträtin Kirsten Dinnebier sowie einen Vertreter der ehrenamtlichen Helfer zurückgegeben. Dr. Spies nutzte die Gelegenheit, um den Freiwilligen zu danken, die mit ihrem Engagement die Straßen zum Lachen gebracht und den Bürgern unvergessliche Momente beschert hätten.
In den vergangenen Jahren hatte der Rosenmontagszug jedoch an Strahlkraft verloren: Nur noch zehn bis fünfzehn Gruppen nahmen teil. Dabei blickt die Veranstaltung auf eine lange Geschichte zurück – von mittelalterlichen Winterumzügen bis hin zu den rheinischen Karnevalstraditionen des 19. Jahrhunderts, die trotz Marburgs protestantischer Prägung Einzug hielten. In diesem Jahr kündigten das Prinzenpaar Vanessa I. und Antoni I. zusammen mit Lars Küllmer und Toni Ahlendorf an, den Zug 2025 wieder auf die Beine stellen zu wollen.
Um dieses Vorhaben zu realisieren, wirbt das Komitee um die Unterstützung lokaler Unternehmen und Vereine. Die ehrenamtlichen Helfer, die wochenlang an den diesjährigen Feierlichkeiten gearbeitet hatten, wurden mit Auszeichnungen wie dem Hahnenorden und dem Magistratsorden geehrt. Der Marburger Karnevalsfestausschuss bedankte sich zudem bei allen Beteiligten – darunter auch bei den städtischen Mitarbeitern, die zum Gelingen der Veranstaltungen beigetragen hatten.
Die Zukunft des Rosenmontagszugs liegt nun in den Händen der Gemeinschaft. Wenn sich 50 Gruppen anmelden, wird die Tradition fortgeführt – eine Mischung aus mittelalterlichem Brauchtum und modernem Karnevalsgeist. Die Organisatoren und Helfer blicken zuversichtlich auf ein lebendiges Comeback im nächsten Jahr.
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