Equal Pay Day 2026: Warum Frauen in Deutschland noch immer 58 Tage umsonst arbeiten
Equal Pay Day 2026: Warum Frauen in Deutschland noch immer 58 Tage umsonst arbeiten
Equal Pay Day findet 2026 am 27. Februar in Deutschland statt – und lenkt damit erneut die Aufmerksamkeit auf die anhaltende Lohnlücke zwischen Männern und Frauen. Erstmals wird die Veranstaltung in Greifswald ausgerichtet und ist Teil einer bundesweiten Kampagne, die auf den anhaltenden Unterschied von 16 Prozent beim Stundenlohn hinweist – ein Wert, der deutlich über dem europäischen Durchschnitt liegt.
Die geschlechtsspezifische Lohnlücke in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren zwar leicht verringert: Lag der Verdienstunterschied 2008 noch bei 18 bis 20 Prozent, betrug er 2024/2025 noch 16 Prozent. Dennoch arbeiten Frauen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen 58 Tage im Jahr effektiv unbezahlt.
Das Kampagnenprogramm 2026 umfasst unter anderem die Veranstaltung "Nahtlos durch die Nacht", organisiert vom Bündnis Equal Pay MV. Die Veranstaltung findet am 27. Februar ab 17:00 Uhr in der STRAZE Greifswald statt – der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Hinter der Initiative stehen der Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern, der DGB Nord sowie weitere lokale Organisationen.
Die Lohnungleichheit betrifft Frauen in allen Karrierephasen – von den Einstiegsgehältern bis hin zu den Rentenbezügen. Weitere Informationen gibt es unter #equalpaydaymv oder über die Gleichstellungsbeauftragten und die Bündnispartner.
Trotz leichter Fortschritte bleibt die Lohnlücke in Deutschland ein strukturelles Problem: 2024 verdienten Frauen im Schnitt 16 Prozent weniger als Männer. Der Equal Pay Day 2026 in Greifswald soll diese Diskrepanz ins öffentliche Bewusstsein rücken und zu weiteren Schritten für eine gerechtere Bezahlung anregen. Die Organisator:innen hoffen, dass die Kampagne den Druck erhöht, die Lohnungerechtigkeit endlich zu überwinden.
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