Solinger Bürger kämpfen um den Erhalt ihrer bedrohten Eishalle als Gemeinschaftsort
Eleonora JunitzSolinger Bürger kämpfen um den Erhalt ihrer bedrohten Eishalle als Gemeinschaftsort
Eine lokale Wählerinitiative in Solingen setzt sich mit Nachdruck für den Erhalt der städtischen Eishalle ein, die vor einer möglichen Schließung steht. Die Gruppe SG zukunft. hat einen Antrag an den Stadtrat eingereicht, in dem sie die dauerhafte Sicherung des Standorts als zentrales Gemeinschaftsgut fordert. Die seit mindestens den frühen 2000er-Jahren betriebene Eisbahn ist ein wichtiger Ort für Sport, Freizeit und Jugendarbeit – doch ihre Zukunft ist nun ungewiss.
Die Eishalle ist seit langem ein fester Bestandteil des Gemeinschaftslebens in Solingen. Sie dient als Austragungsort für Vereins- und Schulsport, Freizeiteislaufen und Familienaktivitäten und unterstützt zudem Jugendförderprogramme. Besonders hervorzuheben ist die Bedeutung für das Eishockeyteam Bergisch Raptors Solingen, das seit Jahren in regionalen Ligen spielt – zuletzt mit einer bemerkenswerten 1:5-Niederlage gegen die Wiehl Penguins.
Doch die Zukunft der Anlage ist zunehmend gefährdet. SG zukunft. kritisiert, dass bisherige Bemühungen um ihren Erhalt nicht ausgereicht haben. Ein zentrales Problem stellt die Betreibergesellschaft dar, die eigenständig agiert und der Stadtverwaltung sowie dem Sportausschuss damit nur eingeschränkten Zugang zu entscheidenden Informationen gewährt. Paul Gerd Rössling, Mitglied von SG zukunft. im Sportausschuss, besteht darauf, dass der Betreiber zunächst die notwendigen Unterlagen offenlegen muss, bevor über städtische Unterstützung entschieden werden kann.
Die Initiative warnt, dass eine Schließung den organisierten Sport und die Jugendarbeit empfindlich stören und Solingens Attraktivität als lebenswerte Stadt mindern würde. Um dies zu verhindern, fordert sie mehr Transparenz, darunter regelmäßige, öffentliche Berichterstattung, die politische Kontrolle ermöglicht und bei Problemen schnelles Handeln erlaubt.
Über lokale Maßnahmen hinaus plädiert SG zukunft. für eine engere Zusammenarbeit mit den Nachbarstädten Wuppertal und Remscheid. Durch den Austausch von Ressourcen und Fachwissen könnte ein gemeinsamer Ansatz die langfristige Sicherung der Eishalle unterstützen. Der Antrag macht deutlich: Der Erhalt der Anlage muss zur politischen Priorität werden – flankiert von konkreten Schritten und stärkerer interkommunaler Kooperation.
Der Stadtrat steht nun unter Druck, die strukturellen und finanziellen Herausforderungen der Eishalle anzugehen. Ohne verbesserte Transparenz und überregionale Unterstützung bleibt ihre Zukunft unsicher. Die Entscheidung wird zeigen, ob Solingen einen vitalen Ort für Sport, Familien und bürgerschaftliches Engagement erhalten kann.






