30 March 2026, 10:21

Böhmermanns provokante Ausstellung fordert Berlin mit Irrationalität heraus

Plakat für den Salon des Humoristes in Paris mit einem Porträt einer Frau, umgeben von einer Menge, mit Textbeschreibung.

Böhmermanns provokante Ausstellung fordert Berlin mit Irrationalität heraus

Eine mutige neue Ausstellung im Berliner Haus der Kulturen der Welt

Unter dem Titel "Die Möglichkeit der Irrationalität" hat eine provokante Schau ihre Pforten geöffnet – ein Gemeinschaftsprojekt des Satirikers Jan Böhmermann und des Künstlers Royal. Die Ausstellung verbindet aufsehenerregende Installationen mit persönlichen Artefakten und sorgt seit ihrer Eröffnung am vergangenen Wochenende für Gesprächsstoff.

Gleich zu Beginn müssen Besucher ihre Handys an der Garderobe abgeben – eine Regel, die den Ton für das Erlebnis setzt. Im Inneren erwartet sie eine aufblasbare, überdimensionale Freiheitsstatue, die im Wasserbecken des Gebäudes schwebt. Daneben schmilzt eine Butterskulptur des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl langsam dahin, während eine Raucherkabine echte Zigaretten an diejenigen verteilt, die sie betreten.

Alle 28 Minuten zerfetzt eine Maschine ein Stofftier – es sei denn, jemand fotografiert den Vorgang und postet das Bild online. An anderer Stelle richtet sich ein Teleskop auf einen Spiegel, der den Blick in das Büro des benachbarten Kanzleramts freigibt. Zudem zeigt die Ausstellung Dokumente aus Böhmermanns früheren juristischen Auseinandersetzungen sowie Profilbilder seiner Online-Kritiker.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Draußen lädt ein "TV-Garten" mit Indie-Künstlern wie Domiziana, Mine, Ebow und Wa22ermann zu Performances ein. Ein geplantes Konzert des Rappers Chefket wurde jedoch abgesagt, nachdem der Journalist Wolfram Weimer dem Künstler Antisemitismus vorgeworfen hatte.

Die Ausstellung ist noch bis zum 19. Oktober täglich geöffnet. Mit einer Mischung aus Satire, Absurdität und politischer Kommentierung fordert sie die Besucher heraus. Indem Handys verboten sind und die Auseinandersetzung mit dem physischen Raum erzwungen wird, bleibt der Besuch noch lange nach dem Verlassen im Gedächtnis. Das Haus der Kulturen der Welt zeigt die Schau fast drei weitere Monate.

Quelle