Willicher Eltern kämpfen mit Kampagne für bessere Kita-Betreuung vor Ort
Mina BenthinWillicher Eltern kämpfen mit Kampagne für bessere Kita-Betreuung vor Ort
Eltern in Willich haben die Kampagne "Kleine Füße, kurze Wege" ins Leben gerufen, um sich für lokale Kinderbetreuungslösungen einzusetzen. Der Schritt folgt der Abschaffung zweier geplanter Kita-Neubauten aufgrund von Haushaltskürzungen und rückläufigen Anmeldungen. Die Initiatoren argumentieren, dass kürzere Fahrzeiten Stress reduzieren und Familien mehr gemeinsame Zeit ermöglichen würden.
Zu den Zielen der Kampagne gehören die Entlastung der Eltern, eine höhere Verlässlichkeit der Betreuung sowie der Zugang zu frühkindlicher Bildung. Zudem soll weniger Zeit für Pendelwege und mehr für Fürsorge und gemeinsame Momente bleiben.
Zwei Kita-Bauprojekte in Willich waren Anfang dieses Jahres gestrichen worden. Als Hauptgründe nannten die Verantwortlichen finanzielle Engpässe und sinkende Anmeldezahlen. Als einzige verbleibende kommunale Neuerrichtung bleibt das generationenübergreifende Zentrum Reinershof, wohin die Kita Alperof voraussichtlich umziehen wird.
Am 6. März hatten Elternvertreter und die Unterstützergruppe der Kita Alperof einen offenen Brief an Bürgermeister Pakusch geschickt – eine Antwort steht bis heute aus. Nun wird ein zweites Schreiben vorbereitet, um die städtischen Angaben zu längeren Anfahrtswegen zu alternativen Betreuungsstätten zu hinterfragen.
Am Reinershof-Projekt ist ein nicht namentlich genannter Investor beteiligt, doch Details zu Finanzierung und dessen Rolle bleiben unklar. Es gibt Fragen, wie sich dies auf die Entwicklung und den künftigen Betrieb des Zentrums auswirken wird.
Als Reaktion haben die Aktivisten Bürgermeister Pakusch zu einem Gespräch eingeladen. Sie hoffen auf einen offenen Austausch, um langfristige Lösungen zu finden, die die Kinderbetreuung in den Stadtteilen erhalten.
Die Initiative "Kleine Füße, kurze Wege" setzt die Stadtverwaltung weiterhin unter Druck. Mit zwei gestrichenen Kita-Projekten und unsicherer Zukunft für Reinershof fordern Eltern Klarheit über Finanzierung und praktikable Alternativen. Das Ergebnis der Gespräche mit dem Bürgermeister könnte die Kinderbetreuung in Willich auf Jahre prägen.






