Uni Duisburg-Essen verwandelt Essener Campus mit Big Picture-Projekt radikal
Eleonora JunitzUni Duisburg-Essen verwandelt Essener Campus mit Big Picture-Projekt radikal
Die Universität Duisburg-Essen gestaltet ihren Campus in Essen mit einem ehrgeizigen Umstrukturierungsprojekt namens Big Picture Essen grundlegend um. Ziel des Vorhabens ist es, einen modernen, offenen Raum für Lehre, Forschung und gesellschaftliches Leben zu schaffen. In den kommenden zehn Jahren wird die Hochschule mehrere hundert Millionen Euro investieren, um das Gelände neu zu gestalten.
Die Arbeiten auf dem Campus haben bereits begonnen: Hörsäle und Seminarräume werden derzeit modernisiert, wobei einige dieser Maßnahmen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden sollen. Die vollständige Umgestaltung wird jedoch voraussichtlich rund ein Jahrzehnt in Anspruch nehmen.
Im Mittelpunkt des Konzepts steht eine stärkere Vernetzung des Campus mit der Essener Innenstadt. Geplant sind unter anderem ein urbanes Gärtnerei-Projekt, kulturelle Veranstaltungen und sogar eine Freiluftbar. Innen sollen großzügige Arbeitsbereiche mit Lounge-Zonen und Büroschaukeln die Zusammenarbeit zwischen Studierenden und Mitarbeitenden fördern.
Ein neues Forschungszentrum für Wassertechnologien wurde bereits genehmigt, zudem ist ein eigenes Gebäude für die chemische Lehre in Planung. Die Universität prüft weitere Einrichtungen wie eine Kindertagesstätte und einen Freiluft-Sportkomplex. Nach Fertigstellung wird der Campus 30 Prozent mehr Fläche für Forschung und Lehre bieten.
Zwölf einzelne Bauprojekte sind Teil der Strategie, wobei noch unklar ist, wie viele davon auf neu erworbenem Gelände in Campusrähe entstehen werden. Die Gesamtkosten dürften sich auf einen "soliden mittleren dreistelligen Millionenbetrag" belaufen.
Der neu gestaltete Campus soll sowohl als akademisches Zentrum als auch als sozialer Begegnungsort dienen. Mit mehr Platz, modernisierten Einrichtungen und engeren Verbindungen zur Stadt strebt die Universität eine lebendige Umgebung für Studierende, Forschende und die Öffentlichkeit an. Die Bauarbeiten und Modernisierungen werden in den nächsten zehn Jahren fortgesetzt.






