19 March 2026, 16:21

Streiks im ÖPNV: NRW-Familien kämpfen um den Schulweg ihrer Kinder

Eine Gruppe von Schulbussen fährt auf einer Straße mit hohen Gebäuden, Fußgängern auf dem Gehweg, Bäumen, Laternen, einer Flagge und einem sichtbaren Himmel.

Streiks im ÖPNV: NRW-Familien kämpfen um den Schulweg ihrer Kinder

Streiks im ÖPNV in Nordrhein-Westfalen erschweren Schulweg für Familien

Die anhaltenden Streiks im öffentlichen Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen bereiten Familien große Probleme, die ihre Kinder zur Schule bringen müssen. Zwar besteht weiterhin Präsenzpflicht, doch einige Eltern fordern, an Streiktagen auf Distanzunterricht ausweichen zu dürfen. Das Landesbildungsministerium hat diese Möglichkeit jedoch kategorisch ausgeschlossen.

Besonders deutlich wurde das Problem an der Gesamtschule Rosenhöhe in Bielefeld, wo die Schulleitung für ältere Schüler während der Streiks Distanzunterricht vorschlug. Das Ministerium lehnte den Vorschlag ab und bestand darauf, dass die Präsenzpflicht nicht verhandelbar sei. Diese Entscheidung stellt viele Familien vor erhebliche Herausforderungen – insbesondere Haushalte ohne Auto, Alleinerziehende oder Elternpaare, in denen beide Vollzeit arbeiten.

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Der Bielefelder Verkehrsbetrieb MoBiel hat zwar zugesichert, während der Streiks Schulverbindungen priorisiert zu bedienen. Dennoch kommt es flächendeckend zu Behinderungen, vor allem für Schüler aus ländlichen Gebieten oder solche, die vollständig auf Busse und Bahnen angewiesen sind. Zwar gibt es keine offiziellen Statistiken zu Fehlzeiten an Streiktagen, doch Schulen verzeichnen deutlich höhere Ausfallquoten, wenn der Verkehr lahmliegt.

Manche Eltern müssen ihre Arbeitszeiten umorganisieren oder unplanmäßig freinehmen, um die Schulpflicht ihrer Kinder zu gewährleisten. Andere plädieren für einen zeitweiligen Distanzunterricht und kritisieren, dass die aktuellen Regeln die Realität moderner Familien ignorierten. Das Ministerium hält jedoch an der Präsenzpflicht fest – selbst bei vorher angekündigten Streiks.

Das Verbot von Distanzunterricht an Streiktagen lässt Familien mit kaum Alternativen zurück. Schulen müssen die Anwesenheit weiter durchsetzen, während Eltern mit logistischen und finanziellen Belastungen kämpfen. Bisher zeigt sich die Landesregierung unnachgiebig – trotz anhaltender Forderungen nach mehr Flexibilität.

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