Solingen diskutiert zivil-militarische Zusammenarbeit gegen wachsende Sicherheitsrisiken
Darius CasparSolingen diskutiert zivil-militarische Zusammenarbeit gegen wachsende Sicherheitsrisiken
Solingen diskutiert über Innere Sicherheit: Wie sieht die zivil-militarische Zusammenarbeit in Zeiten wachsender Bedrohungen aus?
In Solingen fand kürzlich eine hochrangige Diskussion zur Inneren Sicherheit statt – vor dem Hintergrund zunehmender Gefahren für die zivile Infrastruktur. Die Veranstaltung mit dem Titel "Innere Sicherheit in Zeiten erhöhter Bedrohungen – Wie gestaltet sich die zivil-militarische Zusammenarbeit?" stand im Zeichen des 70-jährigen Bestehens der Bundeswehr. Organisiert von der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Solingen, brachte sie Führungskräfte aus Militär, Polizei und Katastrophenschutz zusammen, um die aktuelle Vorbereitung und Zusammenarbeit zu bewerten.
Generalmajor Andreas Henne, Kommandeur der Abteilung Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, eröffnete die Konferenz mit einer deutlichen Warnung. Anhand eines fiktiven Szenarios koordinierter Angriffe auf kritische Infrastruktur bis zum Jahr 2028 verdeutlichte er die Dringlichkeit, die Widerstandsfähigkeit – mental, organisatorisch und militärisch – weiter zu stärken.
Markus Röhrl, Polizepräsident für das Bergische Städtedreieck, skizzierte die Rolle der Sicherheitsbehörden in der Krisenbewältigung und erläuterte die bestehenden Strukturen für den Umgang mit Großschadenslagen. Jan Welzel, Leiter der öffentlichen Ordnung und Sicherheit in Solingen, versicherte unterdessen, dass die Stadt Fortschritte mache. Die Maßnahmen zum Schutz der Wasserversorgung, Strom- und Gasnetze seien "auf einem guten Weg".
Ein zentrales Thema der Debatten war die Forderung nach einer engeren Verzahnung von Bundeswehr, Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutzbehörden, Deutschem Roten Kreuz und Kommunalverwaltung. Gerlinde Steingrüber, Vorsitzende der MIT Solingen, ordnete die Herausforderung in einen größeren Kontext ein: Der Schutz von Freiheit, Frieden und Demokratie erfordere eine geschlossene Haltung der Gesellschaft. Zum Abschluss der Veranstaltung unterstrich sie erneut den Appell, eine widerstandsfähige Gesellschaft zu formen, die modernen Bedrohungen standhält.
Die Konferenz machte deutlich: Die Risiken für die zivile Infrastruktur sind real – doch es werden konkrete Schritte zu ihrer Eindämmung unternommen. Solingens Schutzmaßnahmen und der Vorstoß für eine intensivere zivil-militarische Kooperation spiegeln dabei bundesweite Sorgen wider. Mit Übungen wie GETEX 2026 im Blick bleibt der Fokus auf Ausbildung, Vernetzung und dem Aufbau von Resilienz für künftige Krisen.






