02 April 2026, 18:18

S11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln startet – doch Pendler müssen mit jahrelangen Sperrungen rechnen

Ein Bahnsteig mit einem "S-Bahn Stuttgart"-Schild und Logo an der Wand, Deckenleuchten und ein paar Gegenstände auf der linken Seite des Bahnsteigs.

S11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln startet – doch Pendler müssen mit jahrelangen Sperrungen rechnen

Ausbau der S11-Strecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln nimmt Fahrt auf – doch Verzögerungen zeichnen sich ab

Die Erweiterung der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln kommt voran: Die Finanzierung ist gesichert, und die Genehmigungen werden in Kürze erwartet. Das 836-Millionen-Euro-Projekt umfasst den Bau eines zweiten Gleises, neue Bahnsteige sowie barrierefreie Verbesserungen. Doch für Pendler zeichnen sich bereits jetzt längere Behinderungen und Verzögerungen ab.

Nordrhein-Westfalen (NRW) stellt 305 Millionen Euro für den Ausbau der S11 bereit, der Bund steuert 531 Millionen Euro bei. Damit beläuft sich das Gesamtbudget auf 836 Millionen Euro. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer bestätigte, dass alle notwendigen Baugenehmigungen bis zu diesem Sommer vorliegen sollten.

Sobald die Genehmigungen erteilt sind, kann die DB InfraGO mit der Ausschreibung von Aufträgen und der Planung von Streckensperrungen beginnen. Vorstandsmitglied Gerd-Dietrich Bolte erklärte, die Bauarbeiten könnten unmittelbar nach der finalen Freigabe durch das Eisenbahn-Bundesamt starten. Doch Bergisch Gladbachs Erster Bürgermeister Ragnar Migenda deutete an, dass die eigentlichen Arbeiten frühestens Ende 2030 beginnen dürften.

Das Projekt sieht die Verdopplung der Gleise, den Bau von drei neuen Bahnsteigen (zwei am Kölner Hauptbahnhof und einer an der Haltestelle Köln Messe/Deutz) sowie die Verbesserung der Barrierefreiheit vor. Nach Fertigstellung sollen die Züge im Zehn-Minuten-Takt verkehren, in den Stoßzeiten fast alle fünf Minuten.

Allerdings gerät das ursprüngliche Fertigstellungsziel Anfang 2032 durch Überschneidungen mit anderen Baumaßnahmen ins Wanken. Pendler müssen sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen – die erste größere Sperrung ist bereits für kurz nach Ostern 2026 geplant.

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Der Ausbau der S11 verspricht schnellere und häufigere Verbindungen zwischen Bergisch Gladbach und Köln. Doch mit noch ausstehenden Genehmigungen, verplanten Mitteln und verschobenen Bauzeitplänen scheinen Verzögerungen unvermeidbar. Pendler sollten sich auf Jahre mit Sperrungen und geänderten Fahrplänen einrichten, bis die Modernisierungen vollständig in Betrieb sind.

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