13 March 2026, 18:19

Ramadan-Streit an NRW-Schule: Warum ein Kinderkonflikt bundesweit für Schlagzeilen sorgt

Ein Plakat mit einem Jungen und einem Mädchen, die an einem Tisch mit einem Teller Essen, einem Glas und anderen Gegenständen sitzen, mit der Aufschrift "Jedes Kind braucht ein gutes Schulessen."

Ramadan-Streit an NRW-Schule: Warum ein Kinderkonflikt bundesweit für Schlagzeilen sorgt

Ein Streit unter Zehnjährigen über das Essen während des Ramadan hat an einer Schule in Nordrhein-Westfalen für Aufsehen gesorgt. Der Vorfall begann, als einige Schüler infrage stellten, ob Mitschüler Snacks essen sollten, während andere fasteten. Lokale Behörden bezeichneten den Konflikt inzwischen als typische Kindheitsangelegenheit.

Die Debatte erhielt größere Aufmerksamkeit, nachdem die Bild-Zeitung sie als kulturellen Grabenkampf darstellte – mit Schlagzeilen wie "Ramadan-Streit! Schülern befohlen, heimlich zu essen".

Der Vorfall ereignete sich an der Joseph-Beuys-Gesamtschule in Kleve, wo sich Schüler darüber stritten, ob während der Schulzeit gegessen werden dürfe, während muslimische Mitschüler den Ramadan einhielten. Einige Kinder fühlten sich demnach unwohl, in Gegenwart fastender Klassenkameraden zu essen, obwohl es keine offizielle Regel gab, Essen zu verstecken.

Die Bezirksregierung Düsseldorf betonte, dass nichtfastende Schüler keine Verpflichtung hätten, ihre Mahlzeiten zu verbergen oder einzuschränken. Schulleiter und Lehrkräfte unterstützten diese Position und bezeichneten die Auseinandersetzung als normalen Teil des Zusammenlebens unter Kindern. Sie hoben die Bedeutung eines respektvollen Miteinanders im Klassenzimmer hervor.

Um die Angelegenheit zu klären, organisierte die Schule eine Klassensprecherversammlung, in der die Schüler ihre Bedenken äußern konnten. Lehrer und Schulleitung planen nun weitere Gespräche mit allen Beteiligten, um die Kommunikation zu verbessern und Missverständnisse zu vermeiden.

Unterdessen präsentierte die Bild – ein zum Springer-Konzern gehörendes Medium – den Vorfall als übergeordneten Konflikt über Migration und religiöse Rücksichtnahme. Eine spätere Schlagzeile "Ramadan-Streit! Wie die Schule zurückrudert" suggerierte, die Einrichtung ändere ihre Haltung, obwohl keine offizielle Richtlinienänderung bestätigt wurde.

Die Schule besteht darauf, dass es sich um eine kleinere Auseinandersetzung unter jungen Schülern handle. Behörden betonen weiterhin gegenseitigen Respekt und offenen Dialog als Schlüssel zur Lösung solcher Konflikte. Weitere Treffen sollen für Klarheit und ein harmonisches Miteinander unter den Schülern sorgen.

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