14 March 2026, 08:18

Norbert Himmler bleibt ZDF-Intendant – trotz Kritik und KI-Skandal

Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939 mit der Schlagzeile "Weitpreubliche Zeitung", die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung zeigt, die feierlich wirkt.

Norbert Himmler bleibt ZDF-Intendant – trotz Kritik und KI-Skandal

Norbert Himmler ist als ZDF-Intendant wiederbestätigt worden, nachdem er bei der Wahl keiner ernsthaften Konkurrenz gegenüberstand. Die Entscheidung fällt trotz anhaltender Kritik an der sinkenden Relevanz des Senders und eines jüngsten Skandals um KI-generierte Bilder. Seine Amtszeit war bisher von Kontroversen, aber auch von der Wiederbelebung langjähriger Formate geprägt.

Himmler begann seine Karriere beim ZDF 1998 als Volontär und stieg im Laufe der Jahre stetig auf. Geboren 1971 in Mainz, studierte er Politikwissenschaft und Germanistik, bevor er sich ganz dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk widmete.

2014 strich er als Programmdirektor die einst beliebte Samstagabendshow Wetten, dass..? vom Programm. Doch sieben Jahre später holte er sie zurück – zunächst 2021 in seiner Funktion als Programmdirektor und erneut 2022, nachdem er zum Intendanten berufen worden war. Ob die Neuauflage jedoch erfolgreich ist oder ausreichend Zuschauer erreicht, lässt sich anhand der vorliegenden Daten noch nicht abschließend beurteilen.

Seine Wiederbestätigung beschloss der Rundfunkrat am Freitag, obwohl weiterhin Bedenken über die Ausrichtung des ZDF bestehen. Kritiker werfen dem Sender vor, trotz angekündigter Reformen weiterhin auf traditionelle Formate zu setzen. Himmlers Jahresgehalt beträgt derweil 372.000 Euro.

Die Rückkehr von Wetten, dass..? markierte zugleich das Ende von Thomas Gottschalks Fernsehkarriere, auch wenn es keine direkten Zusammenhänge zwischen beiden Ereignissen gibt.

Himmers zweite Amtszeit beginnt mit ungelösten Fragen zur Zukunft des ZDF. Der Sender setzt weiterhin auf bewährte Formate, steht aber unter Druck, seine Anpassungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Nun wird sich zeigen, ob seine Führung die langjährigen Herausforderungen bewältigen kann.

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