Neubaugebiet in Willich: 200 Wohnungen auf 2,9 Hektar – doch Anwohner protestieren
Ortrun SteinbergNeubaugebiet in Willich: 200 Wohnungen auf 2,9 Hektar – doch Anwohner protestieren
Neubaugebiet soll 2,9 Hektar großes Gelände in Willich verändern – 200 Wohnungen geplant
In Willich entsteht auf dem als Moltkedorf bekannten Gelände ein neues Wohnviertel, das die drängende Wohnungsnot in der Stadt lindern soll. Geplant sind rund 200 Wohneinheiten. Doch Anwohner äußern Bedenken wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens, der verdichteten Bebauung und der Auswirkungen auf die Nachbarschaft.
Das Projekt ersetzt die bisherige Flüchtlingsunterkunft Moltkedorf, die noch in diesem Jahr schließen soll. Vorgesehen ist eine hofförmige Anlage mit begrünten Innenbereichen, die ein gesundes Wohnumfeld schaffen soll. Die Zufahrt erfolgt über die Moltkestraße, wobei ein einseitig geführtes Ringsystem alle Gebäude erschließen wird.
Kritik gibt es vor allem an der Dimension des Vorhabens – insbesondere an den geplanten viergeschossigen Häusern in der Nähe der Kleingartenanlagen. Eine Petition aus dem Jahr 2025 zeigte, dass sich 1.247 Anwohner für den Erhalt eines Grünstreifens entlang der Moltkestraße einsetzten. Weitere Sorgen gelten dem Verkehrsfluss und der Belastung der Infrastruktur.
Die Pläne sehen eine Mischung aus Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften und Mehrfamilienhäusern vor. Rad- und Fußwege sollen die Kruse-Straße mit An Liffersmühle verbinden. Parkplätze entstehen als oberirdische Stellflächen, Garagen und möglicherweise eine Tiefgarage.
Ziel des Projekts ist es, den Wohnraummangel in Willich zu verringern, ohne dabei Grünflächen und Infrastruktur aus dem Blick zu verlieren. Die Rückmeldungen der Anwohner spiegeln jedoch die anhaltenden Spannungen zwischen Wachstum und Bewahrung des lokalen Charakters wider. Die Stadt steht nun vor der Aufgabe, diese Bedenken im weiteren Planungsprozess zu berücksichtigen.






