Münsteraner Hauptbahnhof: Bürger fordern Mitsprache gegen Dreck und Kriminalitätsängste
Eleonora JunitzMünsteraner Hauptbahnhof: Bürger fordern Mitsprache gegen Dreck und Kriminalitätsängste
Sicherheits- und Sauberkeitsbedenken am Münsteraner Hauptbahnhof lösen Forderungen nach stärkerer Bürgerbeteiligung aus
Anwohner klagen über Vermüllung, Trunksucht und rüpelhaftes Verhalten im Umfeld des Bahnhofs. Gleichzeitig beraten Stadtvertreter und Wirtschaftsfunktionäre über Lösungen für Obdachlosigkeit und Drogenkonsum in der Nähe des Knotenpunkts.
Bei einer jüngsten Versammlung kritisierten Bürger, dass sie bei der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes nicht ausreichend einbezogen wurden. Viele warfen der Planung vor, anhaltende Probleme wie Abfall und öffentliche Rüpelereien nicht zu beheben. Trotz dieser Vorbehalte betonte Polizeivizepräsident Jürgen Dekker, dass die tatsächliche Kriminalitätsrate niedrig bleibe. Weder Obdachlose noch Drogenkonsumenten stellten demnach eine erhebliche Gefahr dar.
Der neu gewählte Oberbürgermeister Tilman Fuchs versprach, die Lebensbedingungen benachteiligter Gruppen zu verbessern und gleichzeitig Toleranz zu fördern. Er räumte ein, dass es besserer Hilfsangebote für Obdachlose und Drogenabhängige am Bahnhof bedürfe. Auch ein an der Diskussion beteiligter Drogenkonsument forderte mehr dedizierte Räume und Betreuungsangebote.
Alexander Grünner, Geschäftsführer des nahegelegenen Mauritzhof-Hotels, argumentierte, dass eine Aufwertung des Viertels ein ausgewogeneres Publikum anziehen könnte. Sein Vorschlag zielt darauf ab, soziale Brennpunkte zu entschärfen, indem der Bahnhof für eine breitere Öffentlichkeit attraktiver gestaltet wird.
Die Stadt steht nun unter Druck, Anwohner künftig enger in die Bahnhofsplanung einzubinden. Gleichzeitig müssen die Verantwortlichen ihre Versprechen einlösen – mehr Sicherheit und Unterstützung für Randgruppen zu schaffen. Ob der Bereich für alle Besucher anziehender wird, hängt vom Ergebnis dieser Bemühungen ab.






