Bergisch Gladbach plant Renaturierung der Strunde auf Zanders-Gelände mit Millionenförderung
Darius CasparBergisch Gladbach plant Renaturierung der Strunde auf Zanders-Gelände mit Millionenförderung
Bergisch Gladbach treibt Pläne zur Renaturierung der Strunde auf dem ehemaligen Zanders-Gelände voran. Der Stadtrat hat beschlossen, eine Bundesförderung über ein Klimawandel-Anpassungsprogramm zu beantragen. Bei einer Bewilligung könnte das Projekt das Gebiet nachhaltig verändern und seinen ökologischen Wert deutlich steigern.
Der Stadtrat stimmte kürzlich für den Beitritt zur Bundesinitiative „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“. Damit ist der Weg frei, um finanzielle Unterstützung für die Renaturierung und Freilegung von Abschnitten der Strunde zu beantragen. Die Kosten werden auf rund 5,4 Millionen Euro geschätzt, wobei bis zu 80 Prozent durch das Bundesprogramm gedeckt werden könnten.
Ein förmlicher Förderantrag soll Ende 2026 bei der Bundesregierung eingereicht werden. Die endgültige Entscheidung obliegt jedoch dem Haushaltsausschuss des Bundestags. Andreas Ebert, der stadtentwicklungspolitische Sprecher der SPD, zeigt sich zuversichtlich, dass die notwendigen Mittel bewilligt werden.
Lokale Politiker unterstützen das Vorhaben nachdrücklich. Theresia Meinhardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen, ist überzeugt, dass der renaturierte Fluss dem Zanders-Areal eine neue Identität verleihen wird. Gleichzeitig forderte Klaus W. Waldschmidt, SPD-Fraktionschef, die heimische Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach auf, sich in Berlin für die Genehmigung des Projekts einzusetzen. Die Stadt plant, ihren Eigenanteil aus bestehenden Sonderrücklagen zu finanzieren.
Ziel der Initiative ist es, das ehemalige Industriegebiet durch die Wiederherstellung eines natürlichen Wasserlaufs aufzuwerten. Gelingt das Vorhaben, könnte die Renaturierung der Strunde zu einem Schlüsselelement der städtischen Entwicklungsstrategie Bergisch Gladbachs werden.
Der nächste Schritt hängt von der Bundesförderung ab, über die voraussichtlich nach dem offiziellen Antrag der Stadt 2026 entschieden wird. Bei einer Bewilligung würde der renaturierte Fluss nicht nur das Zanders-Gelände aufwerten, sondern auch die finanzielle Belastung der Stadt verringern. Die verbleibenden Kosten sollen aus den eigenen Rücklagen Bergisch Gladbachs bestritten werden.






