Luxuswagen in Witten beschlagnahmt: 27 Dezibel zu laut für die Nachbarschaft
Ortrun SteinbergLuxuswagen in Witten beschlagnahmt: 27 Dezibel zu laut für die Nachbarschaft
Luxusauto in Witten beschlagnahmt: 27 Dezibel über dem Grenzwert
In Witten haben Behörden einen Hochleistungswagen sichergestellt, nachdem Anwohner über extrem laute Motorengeräusche geklagt hatten. Das Fahrzeug, das illegal in der Holbeinstraße abgestellt war, erreichte bei einer Messung 109 Dezibel – deutlich über dem gesetzlichen Limit von 82 dB. Gegen den Halter wurden nun Ermittlungen wegen des Verdachts auf unerlaubte technische Veränderungen eingeleitet.
Die Polizei wurde zunächst auf das Auto aufmerksam, als es eine Wendefläche in einem absoluten Halteverbot blockierte. Bei der Kontrolle fiel den Beamten sofort das ungewöhnlich laute Motorengeräusch auf. Der Besitzer argumentierte, der Lärm stamme vom serienmäßigen Biturbo-Motor, doch die Behörden vermuten Manipulationen an der Motorsteuerungssoftware.
Eine anschließende Lärmmessung bestätigte, dass das Fahrzeug den zulässigen Grenzwert um 27 Dezibel überschritt. Daraufhin wurde es beschlagnahmt, und dem Halter drohen nun ordnungsrechtliche Konsequenzen. Zudem muss die Betriebserlaubnis des Wagens wegen der mutmaßlichen Veränderungen neu geprüft und voraussichtlich entzogen werden.
Aktuell gibt es in den deutschen Vorschriften keine spezifischen Regelungen für leistungsstarke Turbomotoren. In den letzten fünf Jahren konzentrierten sich gesetzliche Anpassungen vor allem auf Elektrofahrzeuge, Dienstwagen und leichte Nutzfahrzeuge – die Lärmgrenzen für Sportwagen blieben dabei unberücksichtigt.
Das Auto bleibt vorerst beschlagnahmt, während die Ermittlungen laufen. Der Halter muss nun sowohl den Lärmverstoß als auch das illegale Parken klären. Sollte sich der Verdacht auf Software-Manipulation bestätigen, könnten zusätzliche Strafen hinzukommen.






