05 May 2026, 21:33

"Grüne Ufer": Ein düsteres Liebesdrama verbindet zwei Epochen auf der Bühne

Ein altes Illustrationstitelblatt "Die Musik der russischen Revolution" zeigt einen Mann in einem weißen Gewand, der ein Saiteninstrument spielt, und eine Frau in einem wallenden Kleid, die Blumen hält, eingerahmt von einem prunkvollen Rahmen vor einem tiefblauen Nachthimmel mit Sternen.

"Grüne Ufer": Ein düsteres Liebesdrama verbindet zwei Epochen auf der Bühne

„Grüne Ufer“: Ein düsteres Liebesdrama feiert Premiere in Jekaterinburg

In Jekaterinburg hat mit „Grüne Ufer“ ein neues Bühnenstück Premiere gefeiert, das eine beklemmende Liebesgeschichte auf die Bühne bringt. Die Inszenierung basiert auf Gennadi Alexejews Roman und erzählt eine zeitübergreifende Handlung, in der sich zwei tragische Liebesgeschichten aus völlig unterschiedlichen Epochen verflechten. Aufgeführt wurde das Stück im „Tvary“, einem kleinen Privattheater, das für seine intime Atmosphäre bekannt ist.

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Im Mittelpunkt der Handlung stehen ein sowjetischer Dichter der 1980er-Jahre und eine Romanzen-Sängerin aus dem vorrevolutionären Russland. Ihre Leben, getrennt durch Jahrzehnte, verweben sich auf rätselhafte Weise zu einer Erzählung, die kein Happy End kennt. Stattdessen finden die Liebenden erst im Tod zueinander.

Regisseurin Lilia Bornaschewa gestaltete die Bühnenfassung und ließ sich dabei von Alexejews Originalwerk leiten. Der Schriftsteller selbst hatte sich von der historischen Figur der Anastasia Wjalzewa inspirieren lassen, einer Sängerin, deren tragisches Schicksal in die Geschichte einging. Auf der Bühne übernahm die Schauspielerin Jelena Iwanowa die anspruchsvolle Aufgabe, neun verschiedene Charaktere darzustellen – jede Figur verleiht der emotionalen Tiefe der Geschichte zusätzliche Facetten.

Für viele Zuschauer in Jekaterinburg war das Stück die erste Begegnung mit Alexejews literarischem Schaffen. Die Mischung aus historischem Drama und übernatürlichen Elementen hinterließ beim Publikum einen bleibenden Eindruck.

Die Premiere von „Grüne Ufer“ machte ein weniger bekanntes literarisches Werk einem breiteren Theaterpublikum zugänglich. Mit seiner ehrgeizigen Erzählweise und Jelena Iwanowas herausragender schauspielerischer Leistung hat sich das Stück einen festen Platz in der Kulturszene der Stadt erobert. Die tragische Liebesgeschichte, die Epochen überspannt, wird alle, die sie erlebt haben, noch lange beschäftigen.

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