Großrazzia in Rheda-Wiedenbrück: Dutzende Verstöße bei Lkw und Bussen entdeckt
Eleonora JunitzGroßrazzia in Rheda-Wiedenbrück: Dutzende Verstöße bei Lkw und Bussen entdeckt
Großrazzia auf der Kornstraße in Rheda-Wiedenbrück deckt zahlreiche Verstöße bei gewerblichen Fahrzeugen auf
Bei einer groß angelegten Verkehrskontrolle auf der Kornstraße in Rheda-Wiedenbrück sind am 19. März 2026 zahlreiche Verstöße bei Lkw und Bussen festgestellt worden. Im Rahmen der laufenden Bemühungen um mehr Verkehrssicherheit überprüften Polizei und Verkehrsbehörden insgesamt 58 Nutzfahrzeuge. Die Aktion führte zu Bußgeldern, strafrechtlichen Ermittlungen und verwaltungsrechtlichen Maßnahmen gegen Fahrer und Unternehmen.
Bei den Kontrollen wurden 30 einzelne Verstöße dokumentiert. Sechs Fahrer mussten sofort Bußgelder zahlen, weil sie gegen Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten verstoßen hatten. In acht weiteren Fällen wurden verwaltungsrechtliche Prüfverfahren wegen ähnlicher Vergehen eingeleitet.
Vier Lkw waren überladen, wobei ein Fahrzeug die zulässige Achslast um 23 Prozent überschritt. Zwei weitere Fahrzeuge wurden angehalten, weil ihre Ladung nicht vorschriftsmäßig gesichert war. Zudem meldeten die Behörden einen Verstoß gegen das Abfalltransportrecht an das Bundesamt für Logistik und Mobilität.
Von den 13 überprüften Personen müssen sich nun zwei strafrechtlichen Ermittlungen stellen – eine wegen illegaler Beschäftigung, die andere wegen unrechtmäßigen Aufenthalts im Land. Die Aktion ist Teil einer verschärften Kontrollpraxis der letzten Jahre, zu der auch die Kampagne "Ladungssicherung" 2024 zählte. Damals waren bundesweit über 5.000 Lkw überprüft worden, was zu 1.200 Bußgeldbescheiden – teilweise in Höhe von bis zu 10.000 Euro – und zur Stilllegung von 150 Fahrzeugen führte.
Seit 2025 gelten strengere Vorschriften nach der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO), die Schulungen für Speditionen verpflichtend vorschreiben. Die Polizei Gütersloh bestätigte, dass solche Kontrollen künftig regelmäßig stattfinden werden, um die Einhaltung der Regeln und die Verkehrssicherheit zu verbessern.
Die Aktion vom 19. März unterstreicht die konsequente Durchsetzung der Verkehrsgesetze in Deutschland. Mit verhängten Bußgeldern, eingeleiteten Strafverfahren und stillgelegten Fahrzeugen gehen die Behörden weiterhin gegen unsichere Praktiken im Güter- und Personentransport vor. Weitere Kontrollen sind im Rahmen der umfassenden Maßnahmen zur Risikominimierung auf den Straßen geplant.






