Ghanaische Delegation stärkt Verwaltungszusammenarbeit mit Essen durch Fachbesuch
Eleonora JunitzGhanaische Delegation stärkt Verwaltungszusammenarbeit mit Essen durch Fachbesuch
Eine Delegation des Instituts für Kommunalverwaltung und -forschung (ILGS) aus Ghana hat kürzlich einen einwöchigen Fachaustausch in Essen absolviert. Die Reise, die vom 8. bis 12. Dezember 2025 stattfand, stand im Zeichen der Vertiefung der Zusammenarbeit in den Bereichen Verwaltungsausbildung und demokratische Governance. Vertreter beider Regionen erkundeten Möglichkeiten, ihre langjährige Partnerschaft weiter auszubauen.
Die ghanaische Gruppe, angeführt von Dr. Stephen Omari, dem akademischen Dekan des ILGS, und Dr. Hawa Mahama, Dozentin für öffentliche Verwaltung, traf sich mit dem Kommunalen Bildungsinstitut Essen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Personalentwicklung, lokale demokratische Strukturen sowie bewährte Verfahren in der Verwaltungsführung. Zu den Gesprächspartnern zählten die Abteilung für Aus- und Fortbildung, die Führungsakademie sowie das Schulungsunternehmen InOffice.
Neben den fachlichen Austauschbesuchen unternahm die Delegation Exkursionen zu bedeutenden Orten der Region. Dazu gehörten das UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein, die Villa Hügel sowie das Essener Rathaus. Diese Besichtigungen veranschaulichten die industrielle Vergangenheit und die moderne Wandlung des Ruhrgebiets.
Der Austausch wurde mit Unterstützung der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen und der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SK:EW) organisiert. Die Finanzierung übernahm das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Wie Stadtdirektor Peter Renzel betonte, kommt die Zusammenarbeit beiden Seiten zugute und festigt eine Partnerschaft, die 2023 offiziell besiegelt wurde und auf über zwei Jahrzehnte der Zusammenarbeit zwischen Nordrhein-Westfalen und Ghana zurückblickt.
Das ILGS, Ghanas führende Einrichtung für die Ausbildung in kommunaler Verwaltung, engagiert sich seit Jahren für die Verbesserung administrativer Kompetenzen im ganzen Land. Dieser Besuch setzt die Bemühungen fort, Fachwissen auszutauschen und internationales Lernen zu fördern.
Das einwöchige Programm endete mit konkreten Plänen für weitere gemeinsame Initiativen. Beide Seiten streben danach, das erworbene Wissen einzusetzen, um lokale Governance-Strukturen und Ausbildungssysteme zu stärken. Die Partnerschaft bleibt aktiv – weitere Austauschformate sollen folgen.






