Friedrich Merz: Vom Sauerland an die Spitze der Macht als Bundeskanzler
Darius CasparVom Friesenstand-Rebellen zum Bundeskanzler - Friedrich Merz: Vom Sauerland an die Spitze der Macht als Bundeskanzler
Friedrich Merz ist nun seit sechs Monaten deutscher Bundeskanzler. Mit 70 Jahren ist er der zweitälteste Amtsinhaber in der Nachkriegsgeschichte des Landes. Seine politische Karriere umfasst mehrere Jahrzehnte – von der Führung der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag bis hin zum Parteivorsitz und der Kanzlerkandidatur im Jahr 2022.
Geboren im Sauerland, wo er noch heute leidenschaftlich Mountainbike fährt und Stammgast in örtlichen Kneipen ist, begann Merz' politischer Aufstieg im Bundestag. Dort leitete er von 2000 bis 2002 die CDU/CSU-Fraktion – ein Amt, das er erstmals vor 25 Jahren übernahm.
Nach seinem Rückzug aus der aktiven Politik 2009 wechselte er in die Wirtschaft und Juristerei. Er übernahm Aufsichtsratsmandate in großen Unternehmen, darunter Commerzbank, Axa, BASF und Borussia Dortmund. Zudem war er für Firmen wie HSBC Trinkaus, die Deutsche Börse und BlackRock Deutschland tätig, wo er bis 2020 den Aufsichtsratsvorsitz innehatte.
2021 kehrte Merz in den Bundestag zurück und stieg schnell wieder in führende Positionen auf. 2022 wurde er CDU-Parteivorsitzender und Kanzlerkandidat der Union. Bis heute zählt er zu den prägenden Figuren des Andes-Pakts, einer einflussreichen Gruppe innerhalb der CDU.
Merz' Laufbahn pendelt seit über zwei Jahrzehnten zwischen Politik und Wirtschaft. Seine heutige Rolle als Kanzler krönt Jahre der Erfahrung in Recht, Unternehmensführung und parlamentarischer Führung. Der Sauerländer steht nun an der Spitze Deutschlands – in einer Zeit, in der sein politisches und wirtschaftliches Wirken besonders kritisch unter die Lupe genommen wird.






