Ford Köln baut 2.100 Stellen ab – ohne Zwangsentlassungen dank Abfindungen
Eleonora JunitzDer Schreckgespenst der Entlassungen verschwindet bei Ford - Ford Köln baut 2.100 Stellen ab – ohne Zwangsentlassungen dank Abfindungen
Im Ford-Werk in Köln ist die Belegschaft durch freiwillige Abfindungsprogramme um fast 2.100 Mitarbeiter geschrumpft. Damit entfallen zwangsweise Entlassungen – ein Schritt, der Teil eines umfassenden Sparplans ist, der im vergangenen Sommer vereinbart wurde. Die Zahl der Beschäftigten wird bald unter 9.000 liegen, nach über 18.000 im Jahr 2019.
Ursprünglich hatte das Unternehmen vor, im Rahmen der Umstrukturierung 2.900 Stellen abzubauen. Statt zu betriebsbedingten Kündigungen zu greifen, meldeten sich jedoch genug Mitarbeiter freiwillig für einen Austritt. Dies folgt auf eine frühere Reduzierung von knapp 1.000 Produktionsjobs im Januar, als Ford von Zwei- auf Einschichtbetrieb umstellte. Die Änderung erfolgte vor dem Hintergrund einer nachlassenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen.
Weitere 800 Arbeitsplätze werden im Zuge von Teilverkäufen des Betriebs an Investoren übergehen. Die Belegschaft des Werks ist kontinuierlich geschrumpft – von derzeit etwa 10.500 auf weniger als 9.000, sobald die jüngsten Kürzungen abgeschlossen sind.
Bisher liegen keine Details zu Änderungen der Produktionskapazitäten oder zu den derzeit am Standort gefertigten Modellen vor.
Durch die freiwilligen Abgänge hat Ford sein Ziel ohne Zwangsentlassungen erreicht. Die Belegschaft des Kölner Werks ist damit auf dem niedrigsten Stand seit Jahren – ein Zeichen für die anhaltenden Anpassungen in der Automobilbranche. Mit weiteren Übernahmen von Betriebsteilen sind zusätzliche Arbeitsplatzverlagerungen zu erwarten.