Essen beschleunigt Solarausbau mit riesigen Freiflächenanlagen und innovativen Carports
Eleonora JunitzEssen beschleunigt Solarausbau mit riesigen Freiflächenanlagen und innovativen Carports
Essen treibt die Pläne für die Installation von Freiflächen-Solaranlagen in der gesamten Stadt voran. Die Maßnahme unterstützt den "Nachhaltigen Energie- und Klimaschutzaktionsplan" (SECAP) der Stadt und steht im Einklang mit den nationalen Zielen für erneuerbare Energien. Die Behörden haben bereits tausende geeignete Standorte für neue Solarparks identifiziert.
Seit Januar 2022 fördert Essen die Installation von Solaranlagen auf privaten Gebäudedächern. Nun rückt der Fokus auf bodennah montierte Systeme. Eine aktuelle Bewertung ergab, dass es in der Stadt 29.840 Teilflächen gibt, die sich für Solaranlagen eignen würden.
Davon wurden 2.617 städtische Grundstücke und 513 Flächen von kommunalen Tochtergesellschaften als besonders geeignet eingestuft. Gemeinsam könnten sie eine Solarleistung von etwa 538 Megawatt (MW) ermöglichen. Sechs Standorte wurden für eine weitere Prüfung vorselektiert.
Ein konkretes Projekt ist eine Solar-Carport-Anlage auf dem Parkplatz P10 der Messe Essen. Der Bau soll im Herbst 2026 beginnen und eine Spitzenleistung von 11 Megawatt-Peak (MWp) erreichen. Nach der Inbetriebnahme wird die Anlage voraussichtlich jährlich rund 11.000 Megawattstunden (MWh) Strom erzeugen. Die Energie wird über das Umspannwerk Haarzopf ins Netz eingespeist.
Die Strategie der Stadt orientiert sich an den Zielen der Bundesregierung für erneuerbare Energien, die im "Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023" (EEG 2023) festgelegt sind. Essens Plan zielt darauf ab, den Ausbau der Solarenergie zu beschleunigen und gleichzeitig die eigenen Klimaverpflichtungen zu erfüllen.
Die neuen Solaranlagen werden die Erzeugung erneuerbarer Energien in Essen deutlich steigern. Mit mehreren Standorten in der Prüfung und dem bevorstehenden Baubeginn des P10-Carports unternimmt die Stadt konkrete Schritte in Richtung ihrer Nachhaltigkeitsziele. Die Projekte leisten zudem einen Beitrag zum bundesweiten Vorhaben, die Energieversorgung sauberer zu gestalten.






