22 March 2026, 00:22

Dortmunds radikaler Sommer: Warum Stars wie Brandt und Süle gehen müssen

Ein junger Mann in einem blauen Trikot von Everton FC steht auf einem Fußballfeld mit grünem Rasen im Hintergrund.

Dortmunds radikaler Sommer: Warum Stars wie Brandt und Süle gehen müssen

Borussia Dortmund setzt im Sommer auf mutige Kaderverschlankung

Borussia Dortmund vollzieht in diesem Sommer radikale Veränderungen im Kader. Der Verein hat beschlossen, die Verträge mit Leistungsträgern wie Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan nicht zu verlängern. Vorstandssprecher Carsten Cramer betont, dass diese Schritte Teil einer Strategie seien, die auf Mut und langfristige Ausrichtung setzt.

Die Abgänge markieren einen tiefgreifenden Wandel in der Clubphilosophie. Cramer deutet die Entscheidungen als Chancen – und nicht als Rückschläge –, obwohl der BVB in der Vergangenheit oft für zögerliches Handeln in der Personalplanung kritisiert wurde.

Dortmunds Ansatz basiert traditionell auf der Förderung junger Talente, die später gewinnbringend verkauft werden. Erfolge dieser Strategie waren Spieler wie Erling Haaland, Jude Bellingham oder Jadon Sancho, die früh verpflichtet und mit hohen Gewinnen weitergegeben wurden. Dieses Modell steht im deutlichen Kontrast zur Politik des FC Bayern München, der auf den Erhalt von Stars setzt und gezielt in etablierte Namen wie Harry Kane oder Mathys Tel investiert.

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Kritiker warfen dem BVB häufig Vorwürfe wegen unentschlossenen Handelns in Personalangelegenheiten vor. Doch Cramer zeigt sich nun optimistisch und argumentiert, dass die aktuellen Kaderveränderungen einer klaren Linie folgen. Besonders die Abgänge von Brandt und Süle symbolisieren einen Einschnitt für die Mannschaft.

Mittendrin im Umbruch plant Dortmund, die Vertragslaufzeit von Kapitän Emre Can zu verlängern. Der Mittelfeldspieler, der sich derzeit von einem Kreuzbandriss erholt, genießt Priorität. Seine Führungserfahrung scheint unverzichtbar, während der Club diese Übergangsphase meistert.

Während Konkurrenten wie Bayer Leverkusen unter Trainern wie Xabi Alonso auf datenbasierte Transfers und langfristige Verträge setzen, bleibt Dortmunds Weg unverwechselbar. Der Fokus liegt weiterhin auf der kurzfristigen Entwicklung von Spielern und der Reinvestition der Erlöse – statt auf dem Festhalten an alternden Stars.

Im Rahmen des Sommerumbaus werden Brandt, Süle und Özcan den Verein nach Vertragsende verlassen. Can könnte mit einem neuen Deal für Kontinuität in der Führung sorgen, auch wenn sich der Kader neu formiert. Die Verantwortlichen betonen, dass die Veränderungen die Identität des Clubs stärken und langfristig finanzielle Spielräume eröffnen sollen.

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