Bergisch Gladbach: Eltern bangen um Schul- und Betreuungsplätze für 2026/27
Darius CasparBergisch Gladbach: Eltern bangen um Schul- und Betreuungsplätze für 2026/27
Unsicherheit für Familien in Bergisch Gladbach: Schulplätze und Betreuungsangebote für 2026/27 unklar
Familien in Bergisch Gladbach blicken mit Sorge auf das Schuljahr 2026/27: Ungewissheit herrscht bei Schulaufnahmen und der Nachmittagsbetreuung (OGS). Nach zwei Klagen im vergangenen Jahr, weil Kindern Plätze an ihren Wunschschulen verweigert wurden, harren viele Eltern weiterhin auf Klarheit. Noch immer steht nicht fest, wie viele OGS-Plätze im kommenden Jahr überhaupt zur Verfügung stehen werden.
Ursprünglich hatte die Stadt für das aktuelle Schuljahr eine Abdeckungsquote von 81 Prozent bei der Nachmittagsbetreuung angestrebt – tatsächlich liegt sie jedoch bei etwa 77 Prozent. Ab 2026 haben alle Erstklässler zwar einen gesetzlichen Anspruch auf einen OGS-Platz, doch die Nachfrage wird voraussichtlich das Angebot übersteigen. Bereits jetzt fehlen an drei Schulen – der GGS Heidkamp, der GGS Moitzfeld und der KGS Frankenforst – jeweils 23, 10 und 7 Plätze.
Das größte Problem ist der Platzmangel in den Schulgebäuden, der Erweiterungen erschwert. Obwohl die Anmeldefrist für die Grundschulen abgelaufen ist, hat die Stadt die Kriterien für die Vergabe der OGS-Plätze noch nicht finalisiert. Priorität sollen dabei die Erstklässler erhalten – ältere Schüler, die auf Betreuung angewiesen sind, könnten dadurch benachteiligt werden.
Im Schuljahr 2025/26 wurden Schüler in Stadtteilen wie Schildgen, Katterbach und Bensberg von ihren Wunschschulen abgewiesen. In diesem Jahr werden die endgültigen Zusagebescheide – inklusive der Nachmittagsbetreuung – erst Ende März verschickt, was die Verunsicherung bei den Familien weiter verstärkt.
Die Stadt hat zwar mit den Trägern Kriterien für die Vergabe der OGS-Plätze bei Übernachfrage festgelegt. Doch ohne konkrete Zahlen für 2026/27 und angesichts der anhaltenden Raumknappheit könnten viele Familien weiterhin Schwierigkeiten haben, einen Betreuungsplatz zu sichern. Die endgültigen Entscheidungen über Schul- und OGS-Zusagen werden später als üblich fallen – für die Eltern bleibt damit nur wenig Zeit zur Planung.






