27 March 2026, 18:19

Bergisch Gladbach droht 2027 die Pleite: 50 Millionen Defizit und Jobverluste erschüttern die Stadt

Plakat mit schwarzer fetter Schrift auf weißem Hintergrund, das "Die Wirtschaft gerettet und den Kurs der Pandemie verändert durch den American Rescue Plan" lautet, begleitet von blauen und grünen Bildern.

Bergisch Gladbach droht 2027 die Pleite: 50 Millionen Defizit und Jobverluste erschüttern die Stadt

Bergisch Gladbach steht vor schweren finanziellen Belastungen: Haushalt 2026 weist fast 50 Millionen Euro Defizit auf

Die Stadt Bergisch Gladbach kämpft mit massiven Haushaltsproblemen: Der Etat für 2026 offenbart ein Defizit von knapp 50 Millionen Euro. Der städtische Kämmerer räumte ein, dass eine Insolvenz bis 2027 kaum noch abzuwenden sei. Gleichzeitig haben steigende Kosten und wirtschaftliche Belastungen bereits große Arbeitgeber zur Schließung gezwungen – mit dem Verlust von über 500 Arbeitsplätzen in der Region.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Stilllegung des Zanders-Papierwerks und des Isover-Standorts Anfang dieses Jahres kostete mehr als 500 Beschäftigte ihre Jobs. Die Unternehmen nannten unzumutbare Energieabgaben, explodierende Betriebskosten und verschärfte Umweltauflagen als Hauptgründe für ihre Schließungen. Bereits zu Beginn des Jahres 2025 planten 38 Prozent der Industrieunternehmen im Kreis Stellenabbau – ein alarmierendes Zeichen für die wirtschaftliche Abwärtsspirale.

Die Steuerlast in Bergisch Gladbach liegt mittlerweile über dem Durchschnitt vergleichbarer Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Dennoch sieht der Haushalt 2026 weitere Steuererhöhungen für die Bürger vor, verbunden mit Ausgaben, die die AfD-Fraktion im Rat als unnötig und ungerechtfertigt kritisiert. Ihr Zehn-Punkte-Plan schlägt stattdessen vor, das Defizit durch Kürzungen in der Verwaltung – und nicht durch höhere Abgaben – auszugleichen.

Auch die lokalen Klimaschutzmaßnahmen geraten zunehmend in die Kritik. Trotz Fördergeldern konnten Überschwemmungen nicht verhindert werden, sodass Anwohner weiter gefährdet bleiben. Dr. Uwe Vetterlein, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer, warnte bereits im Februar 2026 vor einer beschleunigten Deindustrialisierung. Als Gründe führte er steigende Betriebskosten und wachsende regulatorische Belastungen an.

Während die Unzufriedenheit über die finanziellen Forderungen des Landes wächst, gibt es keine offiziellen Zahlen dazu, wie viele Haushalte bereits Beschwerde eingereicht haben. Bekannt wurde lediglich ein offener Brief von Verantwortlichen aus Hamm an den Ministerpräsidenten – umfassendere Daten fehlen jedoch.

Die Zukunft Bergisch Gladbachs bleibt düster: Ein prognostiziertes Haushaltsloch von 50 Millionen Euro und der Rückgang der industriellen Aktivität belasten die Stadt schwer. Die AfD-Fraktion lehnt den aktuellen Haushaltsentwurf ab und fordert, dass die Konsolidierung bei der Verwaltung beginnen müsse – und nicht bei den Steuerzahlern. Ohne grundlegende Kurskorrekturen drohen weitere Arbeitsplatzverluste und ein tiefer wirtschaftlicher Niedergang.

Quelle