13 March 2026, 22:21

Aus Müll wird Strom: Solarpark auf stillgelegter Deponie in Ahaus-Alstätte geplant

Eine Luftaufnahme eines Solarparks mit zahlreichen Solarpanelen auf einem Feld, umgeben von Bäumen, Gras und Wasser, mit einem Zug, der auf einem Bahngeleis in der Nähe fährt.

Aus Müll wird Strom: Solarpark auf stillgelegter Deponie in Ahaus-Alstätte geplant

Stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Standort eines großen Solarparks

Auf einer stillgelegten Mülldeponie in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein neuer Solarpark in großem Maßstab. Das vom Kreis Borken genehmigte Projekt soll brachliegendes Gelände in eine erneuerbare Energiequelle verwandeln. Die lokalen Behörden sehen darin eine praktische Lösung für ein Gebiet, in dem herkömmliche Bebauung aufgrund instabiler Bodenverhältnisse nur schwer möglich ist.

Der Standort gehört gemeinsam dem Kreis Borken und der Stadt Ahaus und diente früher als Deponie. Wegen der unsicheren Untergrundverhältnisse wäre der Bau klassischer Gebäude riskant – ein Solarpark bietet dagegen eine sinnvolle Alternative. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWM) übernimmt die Projektleitung. Um staatliche Fördergelder zu erhalten, muss die Anlage bis Mitte 2025 fertiggestellt sein.

Das Vorhaben reiht sich in einen aktuellen Trend in Nordrhein-Westfalen ein: In den vergangenen fünf Jahren entstanden bereits drei große Solarparks auf ehemaligen Deponien – der 50-Megawatt-Sonnenpark Kemminghausen in Beckum (2023), der 35-Megawatt-Solarpark Marl (2024) und der 28-Megawatt-Deponie-Solarpark Duisburg (2025). Der neue Park in Ahaus-Alstätte könnte zudem die jährlichen Unterhaltskosten der Deponie senken und so die Müllgebühren für die Anwohner verringern.

Neben der Solarstromerzeugung ist auf dem Gelände auch der Bau eines Großspeichers für Energie denkbar. Damit ließe sich überschüssiger Windstrom zwischenspeichern und die Kapazitäten für erneuerbare Energien in der Region weiter ausbauen.

Der Solarpark in Ahaus-Alstätte gibt einem sonst ungenutzten Gelände eine neue Bestimmung. Wird er termingerecht fertiggestellt, schließt er sich anderen erfolgreichen Projekten in der Region an, die aus ehemaligen Abfallstandorten saubere Energiequellen machen. Gleichzeitig könnte die Initiative die finanziellen Belastungen der Bürger mindern, indem sie die laufenden Kosten für die Deponiepflege reduziert.

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