27 April 2026, 14:22

Aldi Süd streicht 1.250 Stellen – Digitalabteilung besonders betroffen

Organigramm der Salem Corporation mit Abteilungen und ihren Rollen.

Aldi Süd streicht 1.250 Stellen – Digitalabteilung besonders betroffen

Aldi Süd kündigt Abbau von 1.250 Stellen am Hauptsitz in Mülheim an der Ruhr an

Der Großteil der Stellenstreichungen betrifft die Digitalabteilung Aldi DX, da das Unternehmen seine IT-Strategie stärker auf Outsourcing ausrichtet.

Der Schritt erfolgt trotz jüngster Expansion: Der Handelskonzern hatte seine Technologiebelegschaft zeitweise auf über 4.000 Mitarbeiter ausgebaut. Aldi Süd hatte Aldi DX im November 2024 als eigenständige Tochtergesellschaft gegründet, um die digitale Transformation voranzutreiben. Kernaufgabe der Sparte war der Aufbau einer standardisierten, globalen IT-Infrastruktur unter dem Projektnamen AHEAD. Nun setzt das Unternehmen jedoch vermehrt auf externe Partner.

Eine zentrale Rolle bei dieser Neuausrichtung übernimmt Tata Consultancy Services, das seine Zusammenarbeit mit Aldi Süd ausweitet, um die Technologielandschaft des Händlers zu modernisieren und zu vereinfachen. Im Rahmen der Umstrukturierung wird Aldi Süd sein internes IT-Team verkleinern und Teile der Technikoperationen auslagern.

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Von den Stellenkürzungen betroffen ist auch Aldi International Services, die in Salzburg ansässige Beschaffungssparte der Gruppe. Diese Abteilung übernimmt konzernweite Querschnittsaufgaben. Zwar sind keine betriebsbedingten Kündigungen geplant, doch erhalten Mitarbeiter Angebote für freiwillige Aufhebungsverträge.

Die Umstrukturierung markiert einen deutlichen Strategiewechsel bei Aldi Süd im Umgang mit Technologie. Durch die Verringerung der internen IT-Belegschaft und die stärkere Einbindung externer Dienstleister will das Unternehmen seine Abläufe effizienter gestalten. Die Kürzungen treffen vor allem die Digital- und Beschaffungsbereiche – allein bei Aldi DX entfallen über 1.000 Stellen.

Quelle