16 April 2026, 14:22

23-Millionen-Neubau für Ibbenbürens fast leere Hauptschule bis 2030

Eine Gruppe von Kindern sitzt an Tischen in einem Klassenzimmer mit Büchern und Stiften auf den Tischen und Papieren an der Wand dahinter.

23-Millionen-Neubau für Ibbenbürens fast leere Hauptschule bis 2030

Ibbenbürens Gemeinschafts-Hauptschule erhält bis 2030 einen Neubau für 23 Millionen Euro

Trotz extrem niedriger Schülerzahlen – für das Schuljahr 2025/2026 sind bisher nur fünf Kinder angemeldet – wird die Gemeinschafts-Hauptschule in Ibbenbüren bis 2030 ein neues Gebäude für 23 Millionen Euro erhalten. Die meisten lokalen Parteien unterstützen das Vorhaben, obwohl immer mehr Eltern für ihre Kinder den Besuch eines Gymnasiums bevorzugen.

Aktuell besuchen Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Hintergründen die Schule, darunter geflüchtete Kinder, Quereinsteiger sowie Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Die Einrichtung versteht sich als "inklusive Lernschule". Eine kürzlich durchgeführte Qualitätsprüfung attestierte der Schule jedoch Defizite im Umgang mit Störungen im Unterrichtsablauf sowie bei der Differenzierung des Lernstoffs für verschiedene Leistungsniveaus.

Eltern fordern seit Langem mehr gemeinsames Lernen und wünschen sich, dass auch leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhalten, an der Schule das Abitur abzulegen. Dennoch entscheiden sich viele weiterhin für ein Gymnasium – oft aus Gründen des sozialen Prestiges. Dieser Trend hat dazu geführt, dass die Hauptschule nur noch sehr wenige Schüler verzeichnet, auch wenn jährlich mit Nachmeldungen zu rechnen ist.

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Der Neubau entsteht nach der Zusammenlegung zweier Teilstandorte und folgt auf jahrelange Debatten. Fast alle politischen Parteien stehen hinter dem Projekt; nur eine Fraktion lehnte den Bau mit Verweis auf die geringen Anmeldezahlen ab.

In Ibbenbüren gibt es bereits zwei Gymnasium – eines in städtischer Trägerschaft, ein weiteres in katholischer – sowie eine Gesamtschule, die jedoch auf vier Züge pro Jahrgangsstufe begrenzt ist. Die ehemalige Lehrerin Maria Frank, bekannt für ihr Engagement in der Initiative AG Stolpersteine ERNA, unterrichtete zuvor Kunst an einer freien Schule in der Region.

Das 23-Millionen-Projekt soll veraltete Räumlichkeiten ersetzen und den inklusiven Ansatz der Schule stärken. Trotz der geringen Schülerzahl ist die Fertigstellung des neuen Hauptschulgebäudes für 2030 geplant. Die Entscheidung der Stadt unterstreicht das Bekenntnis, bildungspolitische Alternativen zu erhalten – auch angesichts sich wandelnder Anmeldegewohnheiten.

Quelle