Zollfahnder in Aachen ziehen 8.663 Euro Mautschulden von polnischem Transportunternehmen ein
Mina BenthinZollfahnder in Aachen ziehen 8.663 Euro Mautschulden von polnischem Transportunternehmen ein
Zollbeamte in Aachen beschlagnahmen regelmäßig illegale Waren an den Grenzen zu Belgien und den Niederlanden. Zudem treiben sie ausstehende Mautgebühren und andere finanzielle Forderungen gegen ausländische Schuldner ein. Bei jüngsten Kontrollen konnten erhebliche Summen von Transportunternehmen sichergestellt werden, die sich ihrer Zahlungspflicht entzogen hatten.
Am 4. Juni 2025 stoppten Beamte auf dem Rasthof Rurscholle Nord an der A4 bei Düren ein Fahrzeug eines polnischen Transportunternehmens. Gegen das Unternehmen lagen 48 Vollstreckungsbescheide vor, die sich auf insgesamt 8.663,50 Euro an unbeglichenen Mautgebühren beliefen. Die gesamte Summe wurde sofort eingezogen.
Das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) in Köln hatte das Unternehmen zuvor als auffällig gemeldet, da es wiederholt seine Firmenlogos entfernte, um einer Identifizierung zu entgehen. Bereits einen Monat zuvor, im Mai 2025, war in der Nähe von Aachen ein bulgarisches Transportunternehmen mit ähnlichen ausstehenden Mautschulden kontrolliert worden. Der Fahrer beglich die Forderung noch vor Ort per Kreditkarte.
Die Aachener Zollbehörde ist für solche Fälle zuständig und handelt im Rahmen ihrer umfassenden Aufgaben. Dazu gehört auch die Durchsetzung von Forderungen – sowohl für den Zoll als auch für öffentliche Stellen – gegen Schuldner mit Sitz im Ausland.
Die Aachener Zollfahnder setzen ihre Bemühungen fort, ausstehende Mautgebühren von ausländischen Speditionen einzutreiben. Durch ihre Vollstreckungsmaßnahmen sorgen sie für die Einhaltung finanzieller Verpflichtungen und tragen so zu fairen Wettbewerbsbedingungen in der Logistikbranche bei.
