Zählfehler in Bergisch Gladbach löst politische Kontroverse um CDU-Haushalt aus
Mina BenthinZählfehler in Bergisch Gladbach löst politische Kontroverse um CDU-Haushalt aus
Ein Zählfehler bei der Stimmenauswertung in Bergisch Gladbach hat eine politische Kontroverse ausgelöst. Die Stadtverwaltung korrigierte das Ergebnis einer Haushaltsabstimmung und gab bekannt, dass der Antrag der CDU mit 38 statt der zunächst verkündeten 37 Stimmen angenommen wurde. Der Fehler löste eine hitzige öffentliche Debatte und wachsende Spannungen unter lokalen Amtsträgern aus.
Die Verwirrung begann, als die Verwaltung zunächst mitteilte, der Haushaltsentwurf der CDU habe 37 Stimmen erhalten. Nach einer Überprüfung bestätigten Beamte, dass die korrekte Gesamtzahl bei 38 lag. Diese Anpassung bedeutete, dass die Mehrheit der CDU nicht auf die Unterstützung der AfD angewiesen war – wie von einigen vermutet worden war.
Die CDU reagierte umgehend und betonte, dass demokratische Abstimmungen die freien Entscheidungen gewählter Vertreter widerspiegeln müssten. Parteimitglieder forderten Bürgermeister Kreutz auf, den Fehler öffentlich aufzuklären und mögliche Missverständnisse auszuräumen. Sie wiesen darauf hin, dass ihre 29 Stimmen zusammen mit zwei Stimmen der Bürgerpartei und einer Stimme eines unabhängigen Stadtrats auch dann eine Mehrheit gebildet hätten, wenn sich alle AfD-Mitglieder der Stimme enthalten hätten.
Trotz der Berichtigung bekräftigte die CDU ihre Ablehnung einer Zusammenarbeit mit der AfD. Die Partei warnte zudem davor, mögliche Abstimmungsbündnisse über demokratische Prozesse entscheiden zu lassen. Die Verwaltung kündigte an, das korrigierte Ergebnis in der nächsten Ratssitzung offiziell bekannt zu geben.
Die berichtigte Stimmenauszählung beseitigt zwar die unmittelbare Unsicherheit über den Haushaltsantrag der CDU. Doch der Vorfall wirft weiterhin Fragen zur Transparenz in der lokalen Politik auf. Die Stadt steht nun unter Druck, künftig für eine fehlerfreie Auswertung von Abstimmungen zu sorgen.






