VfL Bochum plant bewusstes Defizit für die neue 2.-Bundesliga-Saison
Eleonora JunitzAbgestiegener VfL Bochum verkündet Rekordgewinn - VfL Bochum plant bewusstes Defizit für die neue 2.-Bundesliga-Saison
VfL Bochum legt Finanzprognosen für die kommende 2.-Bundesliga-Saison vor
Der VfL Bochum hat seine finanziellen Prognosen für die anstehende Spielzeit in der 2. Bundesliga veröffentlicht. Trotz eines Gewinns im Vorjahr rechnet der Verein für 2024/25 mit einem Defizit von 4,5 Millionen Euro. Geschäftsführer Ilja Kaenzig bezeichnete das Minus als bewussten Bestandteil der finanziellen Planung.
In den vergangenen fünf Jahren hat sich die finanzielle Lage Bochums deutlich verbessert. Die Einnahmen stiegen von rund 25 Millionen Euro in der Saison 2019/20 auf über 100 Millionen Euro in 2023/24 – bedingt durch den Aufstieg in die Bundesliga 2021 sowie stetige Erlöse aus TV-Rechten und Spieltag-Einnahmen. Im Vergleich zu anderen Zweitliga-Klubs im Abstiegskampf 2024/25, wie dem HSV (80 Millionen Euro) und dem FC St. Pauli (60 Millionen Euro), verzeichnet Bochum höhere Erträge bei gleichzeitig geringeren Verlusten, was auf eine stabilere finanzielle Basis hindeutet.
In der Saison 2023/24 verbuchte die ausgegliederte Gesellschaft des Vereins einen Gewinn von knapp 6,5 Millionen Euro. Die Gesamteinnahmen lagen bei rund 93,4 Millionen Euro, während die Ausgaben etwa 86,9 Millionen Euro betrugen. Für 2024/25 prognostiziert Bochum Erträge von gut 62,7 Millionen Euro bei voraussichtlichen Ausgaben von rund 67,2 Millionen Euro.
Der Vorstand, dem unter anderem Andreas Luthe und Hans-Peter Villis angehören, steuert die finanzielle Strategie des Vereins. Kaenzig betonte, dass das geplante Defizit Teil einer langfristigen Ausrichtung sei und nicht auf finanzielles Fehlmanagement zurückzuführen sei.
Bochums Finanzperspektive zeigt einen kontrollierten Umgang mit den Ausgaben in der 2. Bundesliga. Trotz des geplanten Minus bleiben die Einnahmen im Vergleich zu Konkurrenten solide. Die Zahlen markieren einen Übergang von der jüngsten Gewinnphase zu einem kalkulierten Defizit für die kommende Saison.






