THW-Bauprogramm steckt seit fünf Jahren in der Sackgasse – nur ein Standort macht Fortschritte
Ortrun SteinbergTHW-Bauprogramm steckt seit fünf Jahren in der Sackgasse – nur ein Standort macht Fortschritte
Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW): Jahrelange Verzögerungen beim ehrgeizigen Bauprogramm
Seit Jahren kämpft das Technische Hilfswerk (THW) mit massiven Verzögerungen bei seinem groß angelegten Bauvorhaben. Geplant war der Neubau von 200 regionalen Standorten – doch bis heute gibt es keine sichtbaren Fortschritte. Bis Anfang 2026 hatte noch nicht einmal ein einziger Standort mit den Bauarbeiten begonnen, obwohl das Programm bereits 2021 gestartet wurde.
Das THW-Projekt sollte veraltete Einrichtungen im ganzen Land modernisieren. Viele der bestehenden Standorte entsprechen nicht mehr den Anforderungen aktueller Einsatzszenarien. Um dies zu lösen, schlug die Behörde einen standardisierten, bundesweiten Bauansatz vor – für mehr Effizienz und Kosteneinsparungen.
Doch trotz des dringenden Bedarfs stockt die Erweiterung seit fünf Jahren. Bürokratische Hürden und Finanzierungsengpässe haben alle 200 geplanten Projekte in der Planungsphase feststecken lassen. Bisher wurden keine Bauverträge unterzeichnet, und keine Arbeiten haben begonnen.
Eine seltene Ausnahme bildet der THW-Standort in Viersen. Anders als alle anderen hat er bis zu 15 Millionen Euro für die Sanierung gesichert. Die Mittel sind offiziell bewilligt, sodass Planung und Bau nun mit Planungssicherheit voranschreiten können. Die Arbeiten sollen 2027 starten.
Der Standort Viersen bleibt damit das einzige bestätigte Projekt mit gesicherter Finanzierung und einem klaren Zeitplan. Die übrigen 199 Standorte harren weiterhin in Unsicherheit aus, während die Verzögerungen weitere Fortschritte blockieren. Ohne zusätzliche Maßnahmen werden die bundesweiten Modernisierungsziele des THW noch Jahre lang unerreicht bleiben.






