Streit um Denkmalschutz: SPD und CDU uneins über Wupper-Wehr in Solingen
Ortrun SteinbergStreit um Denkmalschutz: SPD und CDU uneins über Wupper-Wehr in Solingen
In Solingen entzündet sich eine politische Debatte am Schutz des historischen Wupper-Wehrs in Wipperkotten. Die SPD schlägt strengere Maßnahmen vor, doch die CDU kündigt an, den Antrag in seiner jetzigen Form abzulehnen. Beide Parteien sind sich jedoch einig, dass der Standort und seine Umgebung bewahrt werden müssen.
Die SPD drängt auf entschlossenere Schritte zur Erhaltung des Wupper-Wehrs. Ihr Vorschlag enthält Maßnahmen, die die CDU als überzogen ansieht – darunter die Stationierung einer Bereitschaftspolizei vor Ort. Nina Wacker, fraktionspolitische Sprecherin der CDU, bezeichnete den Antrag als unverhältnismäßig und maßlos.
Die CDU wirft der SPD vor, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Die Idee eines Polizeieinsatzes halten sie für unrealistisch. Stattdessen setzt die Partei auf Aufklärung der Öffentlichkeit und direkten Austausch mit Besuchern als praktikablere Lösungen.
Trotz der unterschiedlichen Standpunkte erkennen beide Seiten die Bedeutung des Denkmalschutzes an. Die CDU betont zudem die bewährte Zusammenarbeit zwischen Solingen, Leichlingen und dem Rheinisch-Bergischen Kreis. Nun wartet man auf die Bewertung des SPD-Antrags durch die Stadtverwaltung – in der Hoffnung auf einen realistischen Kompromiss.
Die CDU wird den aktuellen SPD-Vorschlag nicht unterstützen. Man erwartet einen ausgewogenen Ansatz und zeigt sich offen für alternative Lösungen. Die Prüfung durch die Stadtverwaltung könnte den weiteren Umgang mit der Thematik prägen.






