21 April 2026, 06:16

Solingen startet Langzeitstrategie gegen Obdachlosigkeit mit "Housing First"-Modell

Eine Karte der Vereinigten Staaten, die den Prozentsatz der Menschen zeigt, die obdachlos sind, mit begleitendem erklärendem Text.

Solingen startet Langzeitstrategie gegen Obdachlosigkeit mit "Housing First"-Modell

Solingen will Obdachlosigkeit mit neuer Langzeitstrategie bekämpfen

Solingen steht vor einer grundlegenden Neuausrichtung im Umgang mit Obdachlosigkeit: Eine fraktionsübergreifende Initiative hat die Stadt dazu bewegt, strukturierte Maßnahmen einzuführen – darunter die dauerhafte Verankerung eines zentralen Unterstützungsprogramms. Ziel der Änderungen ist es, die etwa 20 derzeit wohnungslosen Menschen in der Region besser zu versorgen.

Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Gemeinschaftsteilhabe wird am 21. April 2026 zusammentreten, um die Pläne zu finalisieren. Ein zentraler Schritt ist die Umwandlung der landesgeförderten Initiative "ProMie+ Solingen" in ein dauerhaftes Programm. Damit reagiert die Stadt auf Forderungen nach einem stabileren Rahmen, um Obdachlosigkeit nachhaltig zu begegnen.

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Künftig bildet das "Housing First"-Modell* die Grundlage der Solinger Strategie. Dieser Ansatz setzt darauf, Betroffenen zunächst eine stabile Wohnsituation zu bieten, bevor weitere Probleme angegangen werden. Parallel dazu werden niedrigschwellige Gesundheits- und Beratungsangebote ausgebaut – verbunden mit verstärkten aufsuchenden Hilfen, um Menschen auf der Straße besser zu erreichen.

Zur besseren Vernetzung prüft die Stadt zudem die Einführung von Koordinierungsstellen. Diese sollen die Arbeit verschiedener Akteure – von Wohlfahrtsverbänden bis zu kommunalen Behörden – bündeln. Gleichzeitig werden präventive Maßnahmen gestärkt, um Obdachlosigkeit von vornherein zu verhindern. Regelmäßige Fortschrittsberichte sollen die Wirksamkeit der Reformen dokumentieren.

Die neue Strategie markiert einen Wandel hin zu verlässlicherer und proaktiverer Unterstützung für obdachlose Menschen in Solingen. Mit erweitertem Streetwork, dauerhaften Programmen und besserer Abstimmung will die Stadt die Zahl der Wohnungslosen langfristig verringern. Über die Erfolge der Maßnahmen wird die Öffentlichkeit kontinuierlich informiert.

Quelle