Siegen plant nachhaltiges Gewerbegebiet Martinshardt II bis 2026
Siegen treibt die Pläne für ein neues Gewerbegebiet mit dem Namen Martinshardt II voran. Das Areal entsteht in der Nähe des bestehenden Standorts Martinshardt I im Leimbachtal und soll den hohen Bedarf an Gewerbeflächen decken. Stadtvertreter bezeichnen das Projekt als zentrales Element der langfristigen Wirtschaftsstrategie Siegens.
Das geplante Gewerbegebiet wird eine Fläche umfassen, die in etwa der Größe von Martinshardt I und Oberes Leimbachtal zusammen entspricht. Neun Bauplattformen unterschiedlicher Größe, errichtet mit bepflanzten Stützwällen, sollen den nutzbaren Raum maximieren. Nachhaltigkeit wird durch Photovoltaikanlagen, begrünte Dächer und energieeffiziente Heizsysteme sichergestellt.
Stadtbaurat Henrik Schumann wies auf mehrere Herausforderungen hin, darunter Artenschutz, alte Bergbaustätten, archäologische Belange, Lärmgutachten sowie Hochwasserschutzmaßnahmen. Trotz dieser Hürden strebt die Stadt an, bis 2026 die Baugenehmigungen zu erhalten; die Erschließungsarbeiten dürften weitere zwei Jahre in Anspruch nehmen.
Bürgermeister Steffen Mues betonte die Bedeutung des Projekts für die regionale Entwicklung. Das Gewerbegebiet soll innovative Unternehmen und mittelständische Betriebe anziehen und so neue Arbeitsplätze in der Region schaffen. Der Stadtrat wird die Pläne in seiner Sitzung am 8. Oktober 2025 beraten und darüber abstimmen.
Bei einer Genehmigung entsteht mit Martinshardt II ein klimafreundlicher Wirtschaftsstandort mit erneuerbaren Energien und ressourcenschonenden Lösungen. Die Umsetzung hängt davon ab, in den kommenden Jahren die umwelt- und technikrechtlichen Auflagen zu erfüllen. Die Stadt erwartet, dass das Projekt die Wirtschaft Siegens stärkt und gleichzeitig hohe Nachhaltigkeitsstandards erfüllt.






