06 May 2026, 16:17

"Scientology-Speedrun"-Trend sorgt für Einbrüche in Berlin und den USA

Eine Gruppe von Menschen, die in die Luft springen, mit dem Text "Ich habe die Staatsbürgerschaftsherausforderung angenommen" und Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

"Scientology-Speedrun"-Trend sorgt für Einbrüche in Berlin und den USA

„Scientology-Speedrun“-Trend führt zu Einbrüchen in Scientology-Zentren in den USA und Deutschland

Ein auf TikTok verbreiteter Trend namens Scientology-Speedrun hat zu widerrechtlichen Eindringlingen in Scientology-Einrichtungen in den USA und Deutschland geführt. Junge Teilnehmer stürmen die Gebäude, behandeln die Stockwerke wie Level in einem Videospiel und Sicherheitskräfte als zu überwinden Hindernisse. Die Challenge hat nun auch Berlin erreicht – mit Warnungen der Polizei und verschärften Sicherheitsvorkehrungen als Folge.

Der Trend begann in den USA, wo Jugendliche gewaltsam in Scientology-Kirchen eindringen, um möglichst tief in die Gebäude vorzudringen. Jedes Stockwerk zählt als „Level“, während Sicherheitskräfte als nicht spielbare Charaktere (NPCs) gelten, die es zu umgehen gilt. Einige amerikanische Niederlassungen haben bereits ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt.

In Deutschland ereignete sich der erste dokumentierte Vorfall im Scientology-Zentrum an der Otto-Suhr-Allee im Berliner Bezirk Charlottenburg. Ein lokaler Blogger, der dort einen solchen Speedrun organisiert hatte, wurde später von der Polizei wegen Hausfriedensbruchs belangt. Nach deutschem Recht kann unerlaubtes Betreten mit Geldstrafen oder sogar bis zu einem Jahr Haft geahndet werden.

In Online-Foren wird spekuliert, dass der nächste Zielort der Bundestag sein könnte. Die Organisation, die in Deutschland etwa 3.600 Mitglieder zählt, verfolgt das Ziel, ihre Lehren zu verbreiten und durch ihre Methoden „Clears“ – perfektionierte Menschen – zu erschaffen.

Die Herausforderung zwingt die Scientology-Zentren dazu, ihre Sicherheit auszubauen. Deutsche Behörden warnen, dass den Teilnehmern rechtliche Konsequenzen drohen. Gleichzeitig breitet sich der Trend weiter aus – angeblich werden bereits neue Standorte ins Visier genommen.

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