Schwerer IT-Angriff legt Stadtwerke Detmold erneut lahm – Kundendaten in Gefahr
Ortrun SteinbergSchwerer IT-Angriff legt Stadtwerke Detmold erneut lahm – Kundendaten in Gefahr
Stadtwerke Detmold seit Montag von schwerem IT-Angriff betroffen
Seit Montag kämpft die Stadtwerke Detmold GmbH mit den Folgen eines massiven IT-Angriffs. Betroffen sind zentrale Systeme, darunter Telefonie und E-Mail-Dienste. Kunden müssen derzeit mit Einschränkungen bei Online-Tools und Kundenservice-Hotlines rechnen.
Auf der Unternehmenswebsite wird ein Hinweis auf einen großflächigen IT-Ausfall angezeigt. Die Telefonleitungen, einschließlich des Kundenservicezentrums, sind komplett ausgefallen. Auch Online-Dienste wie die Übermittlung von Zählerständen sind nicht verfügbar.
Erste Ermittlungen förderten veraltete Software in den Systemen des Versorgers zutage: Ein Rechner lief noch mit Windows Server 2003 R2, ein weiterer hostete PHP-Skripte aus dem Jahr 2013. Bei zwei weiteren Systemen wurden ungeschützte SMB-Dienste entdeckt, was zusätzliche Sicherheitsbedenken aufwirft.
Die Landespolizei (LKA) untersucht derzeit den Vorfall. Unklar ist noch, ob Kundendaten abgerufen oder gestohlen wurden. Trotz des Angriffs laufen die Grundversorgungen wie Trinkwasser, Strom, Gas und Fernwärme weiterhin stabil.
Für die Stadtwerke ist dies nicht der erste Cybervorfall: Ein Angriff Ende 2023 hatte den Betrieb etwa acht Wochen lang lahmgelegt. Erst Anfang Januar konnte der Normalbetrieb wiederhergestellt werden – welche konkreten Sicherheitsmaßnahmen ergriffen wurden, blieb jedoch öffentlich unkommentiert.
Wann die Systeme vollständig wiederhergestellt sein werden, steht noch nicht fest. Die Behörden prüfen weiterhin, ob Kundendaten kompromittiert wurden. Bis auf Weiteres bleibt die Grundversorgung der Bevölkerung trotz der anhaltenden IT-Probleme gesichert.






