26 June 2026, 08:14

Schüler gestalten Warnplakate nach tödlichem Bahnunfall in Schwerte

BPOL NRW: Präventionsveranstaltung der Bundespolizei: Schüler hängen selbstgemachte Plakate auf.

Schüler gestalten Warnplakate nach tödlichem Bahnunfall in Schwerte

Bundespolizeidirektion Dortmund veranstaltet Präventionsaktion am Bahnhof Schwerte

Am 17. Juni führte die Bundespolizeidirektion Dortmund am Bahnhof Schwerte eine Präventionsveranstaltung durch. Ziel der Initiative war es, das Bewusstsein für Bahnsicherheit zu schärfen – besonders vor dem Hintergrund eines tragischen Unfalls im Juli 2024, bei dem ein Schüler der Gesamtschule Fröndenberg ums Leben gekommen war, nachdem er auf einen Güterwagen geklettert war und eine unter Strom stehende Oberleitung berührt hatte.

Für die Aktion reisten Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Fröndenberg in Begleitung ihrer Lehrkräfte und der Schulleitung mit dem Zug nach Schwerte. Gegen 12:45 Uhr enthüllten sie 44 selbst gestaltete Plakate entlang eines Zauns in der Nähe des Bahnhofs. Die Warnschilder waren in Zusammenarbeit mit dem Präventionsbeamten der Bundespolizei Dortmund entstanden und wiesen auf die Gefahren im Bahnbereich hin.

An der Veranstaltung nahmen Vertreter des Ordnungsamts, der Landespolizei, der Feuerwehr, der Deutschen Bahn sowie der Bundespolizei teil. Auch ein Abgesandter der Stadt Schwerte war vor Ort. Die Bundespolizei betonte, wie leichtsinnig und lebensgefährlich das Betreten von Gleisanlagen sei.

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Die Beamten erinnerten Reisende daran, die markierte Sicherheitslinie erst zu überqueren, wenn ein Zug vollständig zum Stehen gekommen ist. Moderne Züge seien oft leise, bis es für eine Reaktion zu spät sei, und könnten Hindernissen nicht ausweichen. Zahlreiche Medien berichteten über die viel beachtete Kampagne.

Als Zeichen der Anerkennung lud die Stadt Schwerte die Schülerinnen und Schüler anschließend in ein benachbartes Eiscafé zu einer Eiscreme ein.

Die Veranstaltung machte mit den selbst gestalteten Plakaten und offiziellen Warnungen auf die Risiken im Bahnbereich aufmerksam. Gleichzeitig gedachte sie des Schülers, der 2024 bei dem Unfall ums Leben gekommen war. Behörden und Gemeinschaft zeigten sich vereint, um die Sicherheit zu fördern und künftige Tragödien zu verhindern.

Quelle