04 April 2026, 14:21

"Schock-Anrufe": Wie Betrüger gezielt ältere Menschen in Deutschland abkassieren

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen kosten Familien monatlich Hunderte Dollar

Aktionswoche gegen Schockanrufe - So arbeiten die Täter - "Schock-Anrufe": Wie Betrüger gezielt ältere Menschen in Deutschland abkassieren

Organisierte Banden zielen vermehrt mit "Schock-Anrufen" auf ältere Menschen in Deutschland ab

Betrüger geben sich als in Not geratene Angehörige aus und bringen ihre Opfer dazu, hohe Geldbeträge herauszugeben. Allein in Nordrhein-Westfalen sind in den vergangenen drei Jahren Tausende auf solche Maschen hereingefallen.

Im Jahr 2023 wurden in Nordrhein-Westfalen 3.068 Fälle von Schock-Anruf-Betrug registriert, bei denen die Täter aus dem Ausland agierten. Der Gesamt-Schaden belief sich auf 1,2 Millionen Euro. 2024 gab es bereits 514 weitere Fälle – diesmal mit Tätern innerhalb Deutschlands –, die jedoch einen deutlich höheren Schaden von rund 9,4 Millionen Euro verursachten.

Die Betrüger haben ihre Methoden angepasst und nutzen mittlerweile neben Telefonanrufen auch Messengerdienste wie WhatsApp. Sie geben sich als Familienmitglieder in einer Notsituation aus und setzen die Opfer unter Druck, Geld zu überweisen oder Bargeld an einen Kurier zu übergeben. Besonders ältere Menschen, die allein leben, bleiben die Hauptziele.

Behörden reagieren mit Aufklärungskampagnen Um die steigende Betrugswelle einzudämmen, haben die Behörden Präventionsmaßnahmen gestartet. Bis April 2026 haben 12 der 16 Bundesländer – darunter Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen – Initiativen zur Sensibilisierung der Bevölkerung ins Leben gerufen. Die ersten Kampagnen begannen im Oktober 2024, die jüngste startete im März 2026 in Brandenburg.

Die Polizei rät dringend davon ab, Fremden Zugang zur Wohnung zu gewähren oder persönliche Daten an unbekannte Anrufer weiterzugeben. Opfer sollten sofort auflegen, die Situation durch einen Anruf bei Verwandten über eine vertraute Nummer überprüfen und den Vorfall umgehend bei den Behörden melden.

Die Betrugsmaschen entwickeln sich weiter, da Kriminelle neue Technologien ausnutzen, um ihre Opfer zu täuschen. Zwar decken die Aufklärungskampagnen mittlerweile den Großteil Deutschlands ab, doch die Behörden betonen, wie wichtig Wachsamkeit bleibt. Eine schnelle Meldung von Vorfällen ist entscheidend, um weitere finanzielle Schäden zu verhindern.

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