Renate Birkenhauer wird für ihr Lebenswerk als Sprachmittlerin geehrt
Eleonora JunitzRenate Birkenhauer wird für ihr Lebenswerk als Sprachmittlerin geehrt
Renate Birkenhauer, eine prägende Persönlichkeit der europäischen Übersetzerszene, wird am 3. Dezember bei einer Feierstunde geehrt. Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr im Stadtarchiv Straelen. Als "Grenzgängerin zwischen den Sprachen" hat sie über Jahrzehnte hinweg durch ihre Arbeit in Verlagswesen, Bildung und Lexikografie das Feld maßgeblich geprägt.
Birkenhauers Karriere begann 1978, als sie an der Gründung des Europäischen Übersetzer-Kollegs (EÜK) in Straelen mitwirkte. Das EÜK entwickelte sich zum ersten und größten internationalen Zentrum für literarische und fachliche Übersetzer:innen weltweit. Ihr Engagement vertiefte sich im Laufe der Zeit, und 2005 übernahm sie das Amt der Vizepräsidentin – eine Position, die sie bis heute innehat.
1983 gründete sie den Straelener Manuskripte Verlag, einen auf Übersetzung spezialisierten Verlag. Unter ihrer Leitung bis 2017 erweiterte der Verlag den Einfluss des EÜK und verschaffte dessen Arbeit größere Anerkennung. Darüber hinaus forschte sie als Doktorandin auf dem Gebiet der Lexikografie. Eines ihrer bedeutendsten Werke, "Nazi-Deutsch. 'Selbstverständliche' Begriffe und Parolen aus der NS-Zeit", erschien 1988.
Der Literaturrat würdigt sie als Brücke zwischen den Kulturen. Ihre Bemühungen haben Übersetzer:innen unterstützt und gleichzeitig die sprachlichen Nuancen über Grenzen hinweg bewahrt.
Die anstehende Ehrung feiert Birkenhauers lebenslanges Engagement für Übersetzung und interkulturellen Austausch. Ihre Arbeit am EÜK, im Straelener Manuskripte Verlag und in der Lexikografie hat bleibende Spuren im Fachgebiet hinterlassen. Die Veranstaltung würdigt ihre Verdienste um Literatur, Bildung und die weite Welt der Sprachen.






