08 June 2026, 10:14

Quecksilber-Austritt in Schwelm: Großer Gefahrguteinsatz im Wohngebäude

FW-DE: Gefahrengutunfall - Quecksilberleckage, Schuetzenstr.

Quecksilber-Austritt in Schwelm: Großer Gefahrguteinsatz im Wohngebäude

Gefahrguteinsatz in Schwelm: Quecksilber austritt aus beschädigtem Behälter in Wohngebäude

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Am 12. September 2025 kam es in Schwelm zu einem Gefahrguteinsatz, nachdem in einem Wohngebäude im Keller ein beschädigter Behälter Quecksilber freigesetzt hatte. Die Feuerwehr rückte nach Meldungen über eine unbekannte Substanz in der Schützenstraße aus und löste damit einen großangelegten Notfalleinsatz aus.

Der Alarm eskalierte, als die Einsatzkräfte während Routineaufräumarbeiten auf den undichten Behälter stießen. Die Feuerwehr identifizierte die Substanz schnell als Quecksilber und forderte spezielle Verstärkung an. Ein Quecksilber-Bindemittelset wurde von der Feuerwehr Wuppertal angefordert, während ein Chemikalien-Berater und ein Messfahrzeug aus Gevelsberg eintrafen.

Einsatzleiter Jan Poschmann übernahm die Koordination, teilte das Gebiet in Abschnitte ein und ordnete die Evakuierung der Anwohner an. Ein beheizter Einsatzleitwagen (VER) wurde auf dem Parkplatz eines Supermarkts als Unterkunft für die Betroffenen bereitgestellt. Auf dem Höhepunkt der Maßnahmen waren 29 Einsatzkräfte und bis zu 12 Fahrzeuge der örtlichen Wehren vor Ort.

Ein Team in Vollschutzanzügen sammelte das ausgetretene Quecksilber ein und richtete außerhalb des Gebäudes eine Dekontaminationsstation ein. Nach der ersten Gefahrenabwehr wurde die Stelle an ein spezialisiertes Entsorgungsunternehmen übergeben, das die weiteren Reinigungsarbeiten und die fachgerechte Beseitigung der kontaminierten Materialien übernahm.

Die Feuerwehr Schwelm dankte im Nachgang den Kolleginnen und Kollegen aus Gevelsberg und Wuppertal für ihre Unterstützung bei der Bewältigung des Vorfalls. Die Anwohner durften zurückkehren, nachdem die Zone für sicher erklärt worden war. Der Einsatz unterstrich die schnelle und abgestimmte Zusammenarbeit der regionalen Rettungskräfte bei der Bewältigung von Gefahrgutlagen.

Quelle