Polizei NRW setzt auf Aufklärung statt Strafen bei Kindersicherheit im Verkehr
Mina BenthinPolizei NRW setzt auf Aufklärung statt Strafen bei Kindersicherheit im Verkehr
Polizei in Nordrhein-Westfalen intensiviert Verkehrssicherheitsmaßnahmen an Schulen und Kitas
Bei einer aktuellen Aktion in Gevelsberg lag der Fokus auf Kindersitzsysteme und die korrekte Nutzung von Sicherheitsgurten am Blauer Planet-Kindergarten. Ziel der Initiative war es, Eltern und Betreuungspersonen zu sensibilisieren – nicht jedoch, Bußgelder zu verhängen.
Die landesweiten Verkehrssicherheitskontrollen begannen am 16. Juni 2025. Nur zwei Tage später führten Beamte gezielte Überprüfungen am Blauer Planet-Kindergarten in Gevelsberg durch. Zwischen 7:30 und 9:30 Uhr kontrollierten sie rund 25 Fahrzeuge – dabei stellten sie fest, dass viele Kinder unsachgemäß gesichert waren oder in falsch eingestellten Kindersitzen saßen.
An der Aktion beteiligten sich 16 Kinder, die insgesamt fast 30 Fahrzeuge unter die Lupe nahmen. Zudem frischten sie in Übungen ihr Wissen über das richtige Verhalten am Straßenrand auf und diskutierten über Sichtbarkeit im Verkehr. Unterstützt wurden die Kinder dabei von Beamten der Unfallprävention, die den Dialog mit den Autofahrern förderten.
Im Ennepe-Ruhr-Kreis führten Polizisten gemeinsam mit Kindern der Bullerbü-Kita eine Geschwindigkeitskontrolle durch. Mit Lasermessgeräten überwachten sie die Geschwindigkeit der Vorbeifahrenden. Kinder belohnten rücksichtsvoll fahrende Autofahrer, die sich an das Tempolimit von 30 km/h hielten, mit Lächeln-Aufklebern.
Im Mittelpunkt der Aktionen stand die Aufklärung – nicht die Ahndung von Verstößen. Eltern und Betreuungspersonen erhielten praktische Tipps zur sicheren Mitnahme von Kindern im Auto und zu allgemeiner Verkehrssicherheit. Durch den direkten Austausch zwischen Kindern, Beamten und Autofahrern sollte das Bewusstsein für verantwortungsvolles Verhalten im Straßenverkehr gestärkt werden.
