17 March 2026, 02:16

Pharmakonzern trotzt Milliardenverlust mit Hoffnungsträger Kerendia und Roundup-Prozessen

Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Amerikaner zwei bis drei Mal so viel für dieselben Medikamente berechnet hat wie in anderen Ländern, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze.

Pharmakonzern trotzt Milliardenverlust mit Hoffnungsträger Kerendia und Roundup-Prozessen

Ein großer Pharmakonzern hat ein finanziell schwieriges Jahr hinter sich, doch die Sparte für Arzneimittelentwicklung verzeichnet weiterhin Fortschritte. Trotz eines Nettoverlusts von 3,6 Milliarden Euro und einer Nettoverschuldung von 30 Milliarden Euro im Jahr 2025 stiegen die Aktien des Unternehmens nach positiven klinischen Studienergebnissen für sein Nierenmedikament Kerendia um 4,71 % auf 40,25 Euro. Zudem bleiben die anstehenden juristischen Auseinandersetzungen um das Herbizid Roundup ein zentrales Thema für Investoren – besonders vor dem Hintergrund einer geplanten Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA im nächsten Jahr.

Die finanziellen Herausforderungen des Konzerns zeigen sich deutlich im Jahresbericht 2025: Ein Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro und eine Schuldenlast von fast 30 Milliarden Euro belasten die Bilanz. Die hohen Prozesskosten im Zusammenhang mit den laufenden Roundup-Klagen verschärfen die Situation zusätzlich, während die Pharmasparte weiterhin widerstandsfähig bleibt.

Auf medizinischem Gebiet erreichte Kerendia (Finerenon) einen wichtigen Meilenstein. Die FIND-CKD-Studie der Phase III erfüllte ihren primären Endpunkt bei Patienten mit nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankung und ebnet damit den Weg für eine erweiterte Marktzulassung. Das Unternehmen plant nun, einen Antrag auf eine breitere Zulassung des Wirkstoffs bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA einzureichen.

Auch rechtlich steht viel auf dem Spiel: Am 1. April 2026 werden vor dem US-Supreme Court mündliche Verhandlungen zu den Warnhinweisen auf Roundup-Produkten stattfinden, mit einem Urteil bis Mitte Juni zu rechnen. Investoren verfolgen die Entwicklungen mit großer Spannung, da die Entscheidung weitreichende Folgen für den Schutz der Glyphosat-Lieferketten und künftige Klagrisiken haben könnte.

Unterdessen findet die Hauptversammlung des Konzerns ebenfalls am 1. April 2026 statt, auf der die Aktionäre über eine vorgeschlagene Dividende von 0,11 Euro pro Aktie abstimmen werden. Der Termin fällt mit der Supreme-Court-Verhandlung zusammen und verleiht dem Tag zusätzliche Brisanz für alle Beteiligten.

Nach dem Erfolg der Kerendia-Studie kletterte der Aktienkurs um 4,71 % auf 40,25 Euro – ein Zeichen für das Vertrauen der Märkte in die Arzneimittel-Pipeline des Unternehmens. Mit der geplanten FDA-Einreichung und der bevorstehenden Supreme-Court-Entscheidung werden die kommenden Monate sowohl für die rechtliche als auch die finanzielle Zukunft des Konzerns entscheidend sein. Die Abstimmung über die Dividende und eine mögliche erweiterte Zulassung des Medikaments könnten den Weg zur Erholung zusätzlich prägen.

Quelle