20 April 2026, 00:51

NRW-Wirtschaft 2025: Nur noch 0,1 Prozent Wachstum erwartet – die Gründe für den Einbruch

Ein Plakat mit einer Grafik, die das US-Handelsdefizit nach Ländern in Milliarden US-Dollar zeigt, dargestellt durch farbige Kreise, begleitet von erklärendem Text.

Prognose: NRW-Wirtschaft wächst nur leicht - NRW-Wirtschaft 2025: Nur noch 0,1 Prozent Wachstum erwartet – die Gründe für den Einbruch

Nordrhein-Westfalens Wirtschaft wird 2025 voraussichtlich nur noch um 0,1 Prozent wachsen – eine deutliche Abwärtskorrektur gegenüber der bisherigen Prognose von 0,3 Prozent. Die gedämpften Aussichten spiegeln anhaltende Belastungen wider, darunter hohe Energiekosten und globale Handelskonflikte. Trotz vorsichtiger Hoffnung auf eine allmähliche Erholung zeigen sich die Verantwortlichen zurückhaltend.

Die konjunkturelle Lage des Landes hat sich aufgrund mehrerer hartnäckiger Probleme verschlechtert. Zunehmender Protektionismus weltweit und die aggressive Zollpolitik der USA treffen die Exportwirtschaft besonders hart – vor allem Unternehmen, die mit den Vereinigten Staaten handeln. Hohe Energiepreise und nachlassende Wettbewerbsfähigkeit belasten die Betriebe weiterhin und bremsen das Wachstumspotenzial aus.

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Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) verweist auf staatliche Investitionen als zentralen Motor für eine künftige Besserung. Öffentliche Ausgaben sollen die Konjunktur ankurbeln, doch bis sich spürbare Effekte einstellen, könnte es dauern. Auch bundesweit wird für Deutschland 2025 nur noch ein Mini-Wachstum von 0,2 Prozent erwartet – ein ähnlich schwacher Trend wie in Nordrhein-Westfalen.

Für 2026 prognostizieren Ökonomen sowohl für das Land als auch für die gesamte Republik ein moderates Plus von 1,1 Prozent. Zwar deutet dies auf eine leichte Belebung hin, doch warnen Experten, dass die Erholung nur zögerlich vorankommen wird, sofern sich die externen Rahmenbedingungen nicht entspannen.

Die nach unten korrigierten Prognosen unterstreichen die Herausforderungen für die nordrhein-westfälische Wirtschaft. Mit einem Wachstum knapp über der Stagnationsgrenze im kommenden Jahr sind Unternehmen und Politik gefordert, strukturelle Schwächen anzugehen. Die erhoffte Besserung 2026 hängt entscheidend von anhaltenden Investitionen und einer stabileren globalen Handelsordnung ab.

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