22 March 2026, 18:18

NRW verschärft Regeln: Mehr Rechte gegen Gewalt an Schulen

Ein Klassenzimmer mit Schülern in Gesichtsmasken auf Bänken sitzend und stehend, mit Büchern und Gegenständen auf Tischen und Fenstern, einer Tür, Lampen und Ventilatoren im Hintergrund.

NRW verschärft Regeln: Mehr Rechte gegen Gewalt an Schulen

Nordrhein-Westfalen führt schärfere Maßnahmen gegen Gewalt und Störungen an Schulen ein

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Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen plant strengere Regelungen, um die zunehmende Gewalt und Disziplinprobleme an Schulen einzudämmen. Ein neuer Gesetzentwurf soll Lehrkräften und Schulleitungen mehr rechtliche Handhabe geben, um gegen Fehlverhalten vorzugehen. Hintergrund ist eine besorgniserregende Zunahme von Vorfällen, die sowohl Schüler als auch Lehrpersonal betreffen.

Der Gesetzesvorschlag reagiert auf alarmierende Entwicklungen in der Schulsicherheit. In den vergangenen fünf Jahren berichteten 73 Prozent der Schulleiter im Land von Gewalt gegen Lehrkräfte. Körperliche Angriffe wurden an 43 Prozent der Schulen registriert – ein Wert, der über dem Bundesschnitt von 35 Prozent liegt.

Mit den neuen Regeln erhalten Schulen erweiterte Befugnisse, um einzugreifen. Bei leichteren, aber wiederkehrenden Verstößen können "pädagogische Maßnahmen" ergriffen werden, etwa die vorübergehende Versetzung in eine andere Klasse für bis zu eine Woche oder der Ausschluss vom Unterricht für zwei Tage. In schweren Fällen sind Verbote für bestimmte Fächer, Kurse oder Schulveranstaltungen von bis zu vier Wochen möglich.

Das Schulministerium betont, dass jede Krise eine individuelle Lösung erfordert. Zwar gebe es keine Patentlösung, doch die Reformen sollen klare rechtliche Grundlagen für schnelles Handeln schaffen. Schulleitungen erhalten künftig die Möglichkeit, Schüler sofort vom Unterricht auszuschließen, wenn der Schulbetrieb massiv gestört wird oder Personen gefährdet sind.

Die Änderungen präzisieren zudem die disziplinarischen Abläufe, um sicherzustellen, dass die Maßnahmen zielgerichtet und verhältnismäßig sind. Lehrkräfte und Schulpersonal begrüßen den Schritt und verweisen auf den dringenden Bedarf an mehr Unterstützung bei der Gewährleistung der Klassenzimmersicherheit.

Der Gesetzentwurf markiert einen Kurswechsel hin zu konsequenteren disziplinarischen Optionen in nordrhein-westfälischen Schulen. Angesichts steigender Gewalt und Grenzüberschreitungen sollen die Reformen Pädagogen mit klaren Instrumenten ausstatten, um Mitarbeiter und Schüler besser zu schützen. Die finale Gesetzesfassung wird zeigen, wie diese Maßnahmen landesweit umgesetzt werden.

Quelle