NRW reformiert Grundsicherung: Strengere Regeln für fast 2 Millionen Bezieher
Eleonora JunitzFast jeder Zehnte in NRW bekommt Mindestsicherung - NRW reformiert Grundsicherung: Strengere Regeln für fast 2 Millionen Bezieher
Nordrhein-Westfalen: Fast 2 Millionen Menschen auf Grundsicherung angewiesen
Bis Ende 2024 bezogen in Nordrhein-Westfalen fast 2 Millionen Menschen Leistungen der Grundsicherung. Die schwarz-rote Landesregierung treibt nun Reformen des Systems voran – mit strengeren Regeln und einer Umbenennung. Gleichzeitig sank die Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen um über 15.000.
Aktuelle Zahlen zeigen, dass 11,1 Prozent der Bevölkerung Nordrhein-Westfalens auf Grundsicherung angewiesen sind. Davon beziehen mit mehr als 1,55 Millionen die meisten den Bürgergeld – den größten Anteil aller Leistungsarten. Weitere 321.000 Menschen erhalten die Grundsicherung im Alter.
Die Reformpläne sehen vor, das Bürgergeld in Grundsicherung umzubenennen und die Mitwirkungspflichten der Bezieher zu verschärfen. Wer sich nicht daran hält, muss mit härteren Sanktionen rechnen. Gleichzeitig ging die Zahl der Asylbewerberleistungsempfänger auf 88.555 zurück – ein Rückgang um 15.100.
Die regionalen Unterschiede sind eklatant: In Gelsenkirchen beziehen 21,7 Prozent der Einwohner Grundsicherung – der höchste Wert im Land. Am anderen Ende der Skala verzeichnet der Kreis Borken die niedrigsten Quoten: In Raesfeld liegt der Anteil bei 3,7 Prozent, in Südlohn bei 3,9 Prozent.
Ziel der Reformen ist es, die Kontrollen bei Leistungsbeziehern zu verschärfen und das System umzugestalten. Da fast jeder neunte Einwohner Nordrhein-Westfalens auf Unterstützung angewiesen ist, werden die Änderungen weite Teile der Bevölkerung betreffen. Der Rückgang bei den Asylbewerberleistungen fügt dem sich wandelnden Sozialgefüge eine weitere Facette hinzu.






