07 May 2026, 04:16

NRW-Polizei rüstet sich mit digitaler Großoffensive gegen Extremismus

Ein Mann im Anzug lächelt in die Kamera mit einem Logo und Text auf der rechten Seite, der besagt, dass er Zugang zu Werkzeugen hat, um gewalttätigen Extremismus zu bekämpfen, vor einem unscharfen Hintergrund.

NRW-Polizei rüstet sich mit digitaler Großoffensive gegen Extremismus

Nordrhein-Westfalens Polizei startet Großoffensive für digitale Ermittlungen

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat eine umfassende Initiative gestartet, um ihre digitalen Ermittlungskapazitäten deutlich auszubauen. Das im September 2024 eingeführte Projekt „Digitale Streife“ markiert eine erhebliche Erweiterung der OSINT-Fähigkeiten (Open Source Intelligence) des Landes. Die Behörden wollen damit digitale Bedrohungen bekämpfen – insbesondere die zunehmende Rolle des Internets als Beschleuniger für Extremismus und Radikalisierung.

Im Rahmen der Initiative wurde das Landeskriminalamt (LKA) in Düsseldorf bereits mit zehn zusätzlichen Beamten verstärkt. Fast 100 weitere Mitarbeiter in sechs spezialisierten Staatsschutzeinheiten unterstützen mittlerweile OSINT-Operationen. Diese Teams konzentrieren sich auf politisch motivierte Straftaten und ermöglichen durch schnelle Recherchen und Reaktionen eine effektive Bewältigung dynamischer Lageentwicklungen.

Das LKA fungiert als zentrale Schaltstelle des Projekts und ist für Bürgerdialog, Koordination sowie die Einhaltung einheitlicher Standards verantwortlich. Die dortige OSINT-Abteilung ist von einst zwei Mitarbeitern auf 16 Spezialisten angewachsen – darunter IT-Experten, Soziologen und Politikwissenschaftler. Geleitet wird die Einheit, bekannt als Unterabteilung 22.2, vom 42-jährigen Fabian Coenen.

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Für die Ausbildung der erweiterten Belegschaft zeichnet Marc Restemeyer verantwortlich. Der 37-jährige Dozent der Landesakademie für Ausbildung, Fortbildung und Personalwesen der Polizei (LAFP) in Neuss schult sowohl neue LKA-Rekruten als auch Beamte, die in den „Digitalen Streifen“ der sechs regionalen Polizeibehörden eingesetzt werden. Das Projekt setzt auf Open Source Intelligence (OSINT), bei der öffentlich zugängliche Daten – vor allem aus sozialen Medien – gesammelt und analysiert werden.

Mit dem Ausbau umfasst das OSINT-Team des LKA nun 16 Spezialisten, unterstützt von fast 100 Beamten in den regionalen Einheiten. Ihr Fokus liegt auf der Bekämpfung digitaler Bedrohungen, darunter Terrorismus und extremistische Radikalisierung. Die Initiative steht für einen grundlegenden Modernisierungsschub der Polizei im Umgang mit den Sicherheitsherausforderungen des digitalen Zeitalters.

Quelle