Moers bewahrt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre und Bürgermeisterin als Schirmherrin
Darius CasparMoers bewahrt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre und Bürgermeisterin als Schirmherrin
Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Moers hat eine neue Broschüre mit dem Titel "Spuren jüdischen Lebens" vorgestellt. Bei einem kürzlichen Treffen kündigte Bürgermeisterin Julia Zupancic ihre Schirmherrschaft über die Gesellschaft an und unterstrich damit das Engagement der Stadt für die Bewahrung jüdischer Geschichte und die Bekämpfung von Antisemitismus. Die Organisation, die einst als kleine Initiative begann, hat sich mittlerweile zu einem gut vernetzten Verband mit breiter kommunaler Unterstützung entwickelt.
Die Wurzeln der Gesellschaft reichen bis ins Jahr 1986 zurück, als Heinz Kremers für sein Wirken im christlich-jüdischen Dialog mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet wurde. Im Laufe der Jahre weitete die Gesellschaft ihren Einfluss aus, knüpfte bundesweite Kontakte und brachte die renommierte Auszeichnung später erneut nach Moers. Heute zählt der Vorstand Persönlichkeiten wie Annedore Kremers, die Tochter von Heinz Kremers, sowie Jugendvertreter:innen und Pädagog:innen zu seinen Mitgliedern.
Die neu erschienene Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" beleuchtet das jüdische Erbe der Stadt – von der frühen Gemeinde und der ehemaligen Synagoge bis hin zu den tragischen Deportationen. Exemplare sind ab sofort für drei Euro in öffentlichen Einrichtungen in Moers erhältlich.
Die Einbindung jüngerer Generationen bleibt ein zentrales Anliegen der Gesellschaft. Kooperationen mit örtlichen Schulen, darunter das Adolfinum-Gymnasium, helfen dabei, diese Themen in den Unterricht zu integrieren. Bürgermeisterin Zupancic betonte ihre Entschlossenheit, das Gedenken an das jüdische Leben in Moers wachzuhalten und sich aktiv gegen Antisemitismus in allen Formen einzusetzen.
Die Veröffentlichung der Broschüre markiert einen weiteren Schritt in den Bemühungen der Gesellschaft, die jüdische Geschichte Moers' zu dokumentieren und zugänglich zu machen. Mit der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Zupancic und den laufenden Schulprojekten festigt die Organisation ihre Rolle in der Bildungs- und Erinnerungsarbeit. Die Broschüre liegt nun in Bibliotheken, Rathäusern und anderen kommunalen Einrichtungen für die Bürger:innen aus.






