20 April 2026, 12:18

Medienkonzerne DuMont und Rheinische Post kaufen Regionalzeitungen in NRW auf

Alte deutsche Zeitungsvorderseite vom 13. November 1939 mit der Schlagzeile "Weitpreubliche Zeitung", die eine Gruppe in traditioneller deutscher Tracht in einer feierlichen Umgebung zeigt.

Medienkonzerne DuMont und Rheinische Post kaufen Regionalzeitungen in NRW auf

In Nordrhein-Westfalen haben in den vergangenen Wochen zwei große Zeitungsdeals stattgefunden. Ende Februar übernahm die DuMont-Gruppe die Kölnische Rundschau vom Heinen Verlag. Nur wenige Tage später kündigte die Rheinische Post an, mehrere westfälische Titel samt ihrer Digitalplattformen zu kaufen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bei dem ersten Deal sicherte sich DuMont Ende Februar die Kontrolle über die Kölnische Rundschau. Die Transaktion markiert eine weitere Verschiebung in der Medienlandschaft der Region, da das Blatt damit von einem kleineren Verlag in den Besitz einer größeren Verlagsgruppe übergeht.

Anfang März gab die Rheinische Post bekannt, westfälische Zeitungen inklusive ihrer Online-Auftritte übernehmen zu wollen. Sobald der Kauf abgeschlossen ist, wird der Verlag damit zum größten Tageszeitungsverlag Nordrhein-Westfalens – gemessen an der Auflage.

Das Bundeskartellamt prüft zwar solche Fusionen, bewertet dabei jedoch ausschließlich die Auswirkungen auf Leserschaft und Werbemärkte. Rechtlich ist es nicht befugt, zu untersuchen, wie sich solche Deals auf die journalistische Vielfalt oder das Meinungsspektrum für die Leser auswirken könnten.

Die beiden Übernahmen unterstreichen einen anhaltenden Trend in der Branche: Immer mehr kleine, unabhängige Verlage werden von großen Medienkonzernen geschluckt. Die Veränderungen werden das Zeitungswesen in einem der bevölkerungsreichsten Bundesländer Deutschlands neu prägen.

Quelle