02 May 2026, 04:18

Lebensgefährlicher Alltag: Wie NRWs Bombenentschärfer Tausende Altlasten unschädlich machen

Männer in Helmen und Handschuhen, die eine große Bombe in einer Fabrik zerlegen.

Lebensgefährlicher Alltag: Wie NRWs Bombenentschärfer Tausende Altlasten unschädlich machen

In Nordrhein-Westfalen bleibt die Bombenentschärfung eine anspruchsvolle und lebenswichtige Aufgabe. Allein im Jahr 2024 hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) des Landes über 7.000 explosive Altlasten unschädlich gemacht. Zu den Experten, die sich dieser Gefahren annehmen, gehört Andreas Otte, Spezialist für unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen beim Landeskriminalamt (LKA).

Die USBV-Sprengstoffbeseitigungseinheit des LKA besteht seit 1981 und umfasst 15 hochqualifizierte Fachkräfte. Ihr Aufgabenbereich reicht von Kriegsmunition bis zu beschlagnahmten Sprengstoffen in Privatwohnungen. 2024 räumte das Team 7.266 Kampmittel, darunter 1.606 Bomben und 2.496 Granaten. Zudem beantworteten sie über 35.500 Anfragen im Zusammenhang mit Bauvorhaben, um die Sicherheit der Gelände vor Baubeginn zu gewährleisten.

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Andreas Ottes Arbeit erfordert höchste Präzision und Konzentration. Sein Schutzanzug, verstärkt mit Kevlar und Keramikplatten, wiegt rund 40 Kilogramm und benötigt 15 Minuten, um angelegt zu werden. Der Anzug, der über 60.000 Euro kostet, wird durch einen schweren Helm ergänzt, um maximalen Schutz zu bieten. Otte betont, dass Nachlässigkeit in diesem Beruf tödlich enden kann.

Das Team setzt moderne Entschärfungsfahrzeuge und ferngesteuerte Roboter ein, um Sprengstoffe zu handhaben. Sämtliche Entschärfungsverfahren folgen strengen Protokollen, bei denen aus der Distanz gearbeitet wird, um Risiken zu minimieren. Jährlich führt die Einheit etwa 800 Einsätze durch, davon rund 300 mit scharfen Bombenentschärfungen – nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern auch darüber hinaus.

Die Arbeit des KBD sichert die öffentliche Sicherheit, indem jährlich Tausende explosiver Altlasten beseitigt werden. Mit spezialisierter Ausrüstung und intensiver Ausbildung tragen Experten wie Andreas Otte dazu bei, Risiken durch historische und moderne Bedrohungen zu verringern. Ihre Einsätze unterstützen Bauprojekte und Notfallmaßnahmen in der gesamten Region.

Quelle