Landratswahl 2025: Warum die Stichwahl in Siegen-Wittgenstein so viele Wähler verlor
Ortrun SteinbergLandratswahl 2025: Warum die Stichwahl in Siegen-Wittgenstein so viele Wähler verlor
Landratswahl 2025 in Siegen-Wittgenstein: Deutlicher Rückgang der Wahlbeteiligung in der Stichwahl
Bei der Landratswahl 2025 in Siegen-Wittgenstein gab es in der Stichwahl einen deutlichen Einbruch der Wahlbeteiligung. Zwar stieg die Beteiligung in der ersten Runde im Vergleich zu den Vorjahren, doch zur zweiten Abstimmung kehrten deutlich weniger Wähler zurück. Dieses Muster entspricht früheren Wahlen, bei denen die Beteiligung in der Stichwahl stets zurückging.
2009 lag die Wahlbeteiligung im ersten Wahlgang der Landratswahl bei 54 Prozent der Wahlberechtigten. Bis 2025 stieg dieser Wert auf 60 Prozent – ein stetiger Anstieg über die Jahre. Doch immer dann, wenn eine Stichwahl nötig war, ging die Beteiligung spürbar zurück.
Besonders deutlich wurde dieser Trend 2014, als die Wahlbeteiligung in der Stichwahl auf nur noch 33 Prozent einbrach. In diesem Jahr fiel der Rückgang weniger stark aus, blieb aber dennoch beträchtlich: von 60 Prozent im ersten Wahlgang auf 40 Prozent in der Stichwahl. Trotz des insgesamt höheren Zuspruchs in der Erstabstimmung blieb die Beteiligung in der Stichwahl deutlich hinter der Anfangsbeteiligung zurück.
Die Wahl 2025 bestätigt damit ein langjähriges Muster: Die Wahlbeteiligung in der Stichwahl im Kreis Siegen-Wittgenstein liegt durchgehend unter der des ersten Wahlgangs. Zwar beteiligten sich diesmal mehr Wähler an der Erststimme als in früheren Wahlen, doch die Stichwahl verzeichnete erneut einen spürbaren Rückgang. Die Kluft zwischen den beiden Wahlgängen bleibt ein prägendes Merkmal der Kommunalwahlen in der Region.






